Wertpapierlexikon

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A

Abschlag
Bei der Ausgabe neuer Wertpapiere werden manchmal ausgewählten Gruppen von Interessenten Rabatte auf den Emissions-Preis gewährt. Diesen Rabatt nennt man Abschlag.

Absoluter Spread
Das ist die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs (Bid und Ask).

Abwertung
Wenn das Wechselkursverhältnis einer Währung zu einer anderen Währung im internationalen Handels- und Zahlungsverkehr herabgesetzt wird, nennt man dies Abwertung. Eine Abwertung macht Sinn, um die Exportwirtschaft des eigenen Landes anzukurbeln, da die ausgeführten Waren für das Ausland billiger werden. Die Importwirtschaft muss allerdings in der Folge einer Abwertung für einzuführende Waren mehr bezahlen. Ein weiterer Grund für eine Abwertung kann Spekulation sein. Wenn finanzstarke Broker die Währung über einen langen Zeitraum aufkaufen, um sie dann plötzlich en gros auf den Markt zu werfen, kann eine Währung unter Druck geraten.

Abwicklung / Settlement
Durchführung der geld- und stückmäßigen Erfüllung von Börsegeschäften.

ADR
Das ist die Abkürzung für American Depository Receipts, Hinterlegungsscheine für Aktien, die an Stelle der Aktien selbst an der Börse gehandelt werden.

Agio
Betrag (Aufgeld, Aufschlag), um den der Emissionspreis bei Neuausgabe von Wertpapieren über deren Nennwert liegt.

Aktie
Eine Aktie ist ein verbrieftes Recht auf einen Anteil an einer Aktiengesellschaft und gewährt dem Eigentümer ein Stimmrecht in der Hauptversammlung, das Recht auf Dividende und ein Recht auf Bezug junger Aktien bei Kapitalerhöhungen. Sie besteht aus Mantel, Dividendenscheinbogen und Erneuerungsschein zum Bezug neuer Dividendenscheinbögen.

Aktienanleihen
Aktienanleihen, auch Cash-or-Shares genannt, räumen dem Inhaber das Recht auf den Erhalt von einem über dem Markt liegenden Kupon ein. Die Tilgung des Nominales zum Laufzeitende ist vom Kurs der zugrunde liegenden Aktie abhängig. Der Emittent kann am Laufzeitende zwischen der Rückzahlung von 100% des Nominales oder der Lieferung einer im Vorhinein festgelegten Stückzahl des Basiswertes zu einem vorher festgelegten Kurs (Ausübungspreis) wählen.

Aktienfonds
Wertpapierfonds (Investmentfonds), die ihr Fondsvermögen vornehmlich oder ausschließlich in Aktien anlegen. Ziel eines Aktienfonds ist der langfristige Wertzuwachs.

Aktiengesellschaft (=AG)
Unternehmensform, bei der die Gesellschafter, die Aktionäre, an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind und darüber hinaus nicht haften.

Aktienindex
stellt ein Börsenbarometer dar, das im Sekundentakt die Kursentwicklung des jeweiligen Aktienmarktes widerspiegelt (z.B. ATX in Wien). Die Inidizes setzen sich aus einer bestimmten Anzahl von Aktientiteln zusammen, die über eine vorher festgelegte Gewichtung addiert und dann durch die Anzahl der Titel dividiert werden.

Aktienkapital
Das ist das notierte Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Ein Aktionär ist mit seinen Aktien im Verhältnis des Nennbetrags seiner Aktien an diesem Kapital beteiligt.

Aktienkurs
Preis für Wertpapiere, Devisen oder börsenmäßig gehandelte Waren, der sich durch Angebot und Nachfrage bildet.

Aktienmarkt
Der Teil des Kapitalmarktes, an dem der Handel mit Aktien durchgeführt wird.

Aktienrückkauf
Kauf von eigenen Aktien über die Börse durch die Aktiengesellschaft selbst, um Kapital zu vermehren oder eine feindliche Übernahme zu verhindern. Wegen der geringeren Stückzahl steigt zumeist der Kurs der Aktie, weil sich der Gewinn je Aktie erhöht. Die Aktionäre müssen dem Rückkauf auf einer Hauptversammlung zustimmen.

Aktionär
Inhaber von Aktien, der die Rechte, die mit der Aktie verbunden sind, geltend machen kann.

Aktionärsrechte
1. Stimmrecht in der Hauptversammlung
2. Recht auf Dividende
3. Bezugsrecht bei einer Kapitalerhöhung bzw. Kapitalberichtigung
4. Recht auf Anteil am Liquidiationserlös
5. Antrags- und Auskunftsrecht in der Hauptversammlung

Alpha-Faktor
Faktor, der die Über- oder Unterbewertung einer Aktie ausdrückt. Ein positiver Alpha-Faktor für eine Aktie bedeutet, dass die Aktie unterbewertet, ein negativer Alpha-Faktor, dass sie überbewertet ist.

Am Geld (at-the-money, ATM)
Sowohl Calls als auch Puts liegen am Geld, wenn der Ausübungspreis und der Kurs des Basiswertes gleich sind.

AMEX
American Exchange - zweitgrößte US-Börse

AMX
spiegelt den niederländischen Aktienmarkt wieder - mittelgroße Unternehmen

Anlagegrenzen
Höchstgrenzen für die Anlage der Fondsmittel in den einzelnen Wertpapiergattungen. Damit wird das Prinzip der Risikostreuung sichergestellt. Die Grenzen sind im Investmentfondsgesetz verankert. Z.B. dürfen pro Emittenten max. 10 % des Fondsvolumens in Emissionen dieses Emittenten angelegt werden, davon ausgenommen sind Bundesanleihen.

Anlagepolitik
ist die Festlegung und Realisierung der Anlageziele. Zur Anlagepolitik gehören die Auswahl von Wertpapieren nach Wertpapierarten, Ländern, Branchen, Gesellschaften sowie die Festlegung der Kauf- und Verkaufszeitpunkte, Laufzeitplanung der Rentenwerte, Steuerung der liquiden Mittel usw. In den Fondsbeschreibungen und den Foldern finden Sie diese Anlagepolitik.

Anlagerendite
Wertzuwachs (-minderung) aus erfolgten Ausschüttungen und Kursgewinnen (-verlusten) innerhalb einer bestimmten Zeitspanne. Auch unter Performance und Wertentwicklung bekannt. ACHTUNG: Die Ausschüttung und deren Wiederveranlagung stellt bei Fonds - wie auch sonst in der Finanzmathematik - einen wesentlichen Teil der Anlagerendite dar. In einem Fondssparplan können Sie die Wiederveranlagung automatisieren.

Anlegerschutz
ist umfassend im Investmentfondsgesetz geregelt. Das Vermögen der Wertpapierfonds ist ein Sondervermögen, das nicht für Verbindlichkeiten der Kapitalanlagegesellschaft haftet. D.h. auch ein Konkurs der Fondsgesellschaft hat - in Österreich - keine Auswirkung auf das Kundenvermögen.

Anleihe
Forderungswertpapier, welches dem Anleihegläubiger (Käufer) das Recht auf Rückzahlung und Verzinsung des Kapitals verbrieft. Dem Schuldner (Emittent) dienen Anleihen meist zur langfristigen Darlehensaufnahme zu festgelegten Bedingungen. Nach den Schuldnern unterscheidet man öffentliche (Bund, Länder, Gemeinden) und private Anleihen (Banken, Unternehmungen). Für die Berechnung des realen jährlichen Ertrages (Rendite) geht man vom Nominalzinssatz aus und berücksichtigt die Differenz zwischen Emissions- und Tilgungskurs bzw. Kauf- und Verkaufskurs sowie die Laufzeit.

Anleihenfonds
Wertpapierfonds, die hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren veranlagen. Anleihenfonds bringen regelmäßige Ausschüttungen und somit Einkommen.

Anrechnungsverfahren
Das Anrechnungsverfahren ist das Recht des Aktionärs, die Körperschaftsteuer, die bei einer Dividendenausschüttung anfällt (9/16 der Dividende), in vollem Umfang auf seine Einkommensteuerschuld anzurechnen. Ist er nicht einkommensteuerpflichtig oder ist seine Steuerschuld geringer als das Steuerguthaben, wird ihm die Körperschaftsteuer ganz oder teilweise erstattet.

Anschaffungskurs/Einstandskurs
Jener Kurs, zu dem ein Wertpapier gekauft wird.

Anteil/Anteilschein
Diese Urkunde (Mantel und Bogen) verbrieft ein Miteigentumsrecht in Höhe der erworbenen Anteile am Fondsvermögen eines Wertpapierfonds.

Anteilsumlauf
Summe aller seit Bestehen eines Fonds ausgegebenen Anteile, abzüglich der zurückgenommenen Anteile. Durch die tägliche Division des Fondsvermögens durch die umlaufenden Anteile ergibt sich der aktuelle rechnerische Wert.

Anteilswert - errechneter Wert
Wert eines Anteils, der sich aus der Division des gesamten Fondsvermögens durch die Anzahl der umlaufenden Anteile ergibt.

antizyklisch
Ein antizyklischer Anleger ist nichts anderes als ein Spekulant gegen den aktuellen Trend der Börse oder eines bestimmten Wertpapiers. Der Börsianer kauft also, wenn die Kurse fallen und verkauft, wenn die Kurse steigen.

Arbitrage
Wenn an den verschiedenen Börsen für ein und dieselbe Aktie unterschiedliche Kurse notiert werden, besteht die Chance, an der einen Börse billig zu kaufen und an der anderen sofort wieder mit dem Gewinn zu verkaufen, der durch die Preisdifferenz entstanden ist. Arbitrage ist die Ausnutzung dieser unterschiedlicher Preise für dasselbe Wertpapier an verschiedenen Finanzplätzen.

Asset-Klassen
Wertpapiere der gleichen Art (z.B. Unternehmensanleihen) werden in Kategorien zusammengefasst. Diese Kategorien nennt man Asset-Klassen.

ATX (Austrian Traded Index)
Ein von der Wiener Börse entwickelter Preisindex, der das - Blue-Chip-Segment des österreichischen Aktienmarktes abdeckt und die rund 20 liquidesten Aktien der Wiener Börse enthält (A-Segment). Ausgangspunkt für die Berechnung des ATX ist der 2. Jänner 1991 mit 1000 Punkten.

ATX Prime
Preis-Index, sämtliche Titel des Prime Market Segments

Aufgeld
Um diesen Betrag muss der Basiswert bis zur Fälligkeit des Calls mindestens steigen (bzw. fallen bei einem Put), damit der Gewinn durch Ausübung der Option den Kaufpreis des Optionsscheins deckt.

Aufgeld p.a.
Diese Kennzahl stellt das Aufgeld als Steigerung in Prozent pro Jahr dar und macht die Aufgelder verschiedener Optionsscheine dadurch vergleichbarer.

Auftrag (Order)
Willensbekundung eines Kunden, Wertpapiere zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Auktion
Ein gebräuchliches Verfahren der Kursfestsetzung. In der Auktion werden alle für diese Phase bestimmten Kauf- u. Verkaufsaufträge zusammengefasst und jener Kurs als Auktions-Preis festgelegt, bei dem das größte Volumen gehandelt werden kann.

Aus dem Geld
(out-of-the-money, OTM) Ein Call ist aus dem Geld, wenn der Kurs des Basiswertes unter dem Ausübungspreis liegt. Ein Put liegt aus dem Geld, wenn der Kurs des Basiswertes über dem Ausübungspreis liegt.

Ausgabeaufschlag - Ausgabekosten
Gebühr, die der Anleger beim Erwerb von Wertpapierfonds-Anteilen zur Deckung der Ausgabekosten zahlt. Sie beträgt je nach Fondstyp zwischen 0,75 und 5%.

Ausgabepreis
Preis, der beim Kauf eines Wertpapierfondsanteiles zu zahlen ist. Er errechnet sich aus dem Anteilwert plus Ausgabeaufschlag.

Ausschüttung
Die Erträge der Wertpapierfonds werden einmal jährlich innerhalb von 8 Wochen nach Ende des Geschäftsjahres ausgeschüttet. Alternativ dazu bieten sich Thesaurierungsfonds an, bei den keine Ausschüttung bzw. lediglich der KESt an das Finanzamt erfolgt. Siehe auch unter Besteuerung.

Außerbörslicher Handel
(OTC-Markt, Over-the-Counter-Markt, Interbankenmarkt) Der Markt, an dem der Handel von Wertpapieren, Geld, Devisen oder anderen außerhalb der Börse, zwischen den Handelsteilnehmern direkt, stattfindet.

Außerordentliche Erträge
Bestehen hauptsächlich aus Kursgewinnen und Bezugsrechtserlösen. Im Gegensatz zu den ordentlichen Erträgen liegt es im Ermessen der Kapitalanlagegesellschaft, ob sie ausgeschüttet oder im Fonds wiederveranlagt werden. Gewöhnlich werden die außerordentlichen Erträge im Fonds belassen und akkumuliert.

Auszahlungsmöglichkeiten
Beim Vermögensaufbau kann der Anleger nach Erreichen des Sparzieles (oder auch jederzeit davor) zwischen drei verschiedenen Auszahlungsarten wählen: · den gesamten Betrag sofort, · regelmäßige Auszahlung auf bestimmte Zeit unter Aufzehrung des Kapitals, · regelmäßige Auszahlung auf unbestimmte Zeit unter Erhaltung des Kapitals (nur die Erträge werden ausgeschüttet).

B

Baisse
Wenn die Wertpapierkurse über einen mittleren bis längeren Zeitraum auf breiter Basis sinken, nennen das die Börsianer "Baisse".

Barausgleich
(Cash Settlement) Erfüllungsmechanismus, der Lieferung und Zahlung des Basiswertes bei einer Option oder einem Optionsschein ersetzt. Der ausübende Inhaber der Option erhält gemäß Bedingungen die Differenz zwischen Ausübungspreis und dem Kurs des Basiswertes.

Barbestände - liquide Mittel
Ein Fonds kann - bis zu einer bestimmten Grenze - seine Vermögenswerte in Bargeld halten. Diese Grenze liegt üblicherweise bei 50 Prozent, bei Fonds zur Wertpapierdeckung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung liegt sie bei 10 Prozent. Sie sind ein Instrument der Anlagepolitik, da es sich um eine relativ risikolose und ertragbringende Anlage handelt.

Bärenfalle
Der Begriff bezeichnet eine Situation, in der der Kurs einer Aktie zunächst unter eine technische Unterstützungslinie fällt (ein Beispiel: Der Kurs einer Aktie fällt deutlich unter die 100-Tage-Linie im Chart), so dass die meisten Marktteilnehmer davon ausgehen, dass der Kurs weiter fallen wird. Erholt sich der Kurs dann aber nachhaltig und steigt in der Folge weiter, sind die Pessimisten - die Bären - in eine Falle getappt und haben entweder zu früh verkauft oder sich im schlimmeren Fall sogar mit Derivaten auf fallende Kurse eingedeckt. (Siehe auch: Bullenfalle)

Barrel
Barrel ist die international übliche Maßeinheit für Öl. Ein Barrel entspricht 159 Litern.

Basiswert
Das Termingeschäften zugrunde liegende Gut, z.B. Aktien, Anleihen oder Waren.

Basiszinssatz
Der Basiszinssatz wird dreimal jährlich entsprechend der Entwicklung des Zinssatzes für die längerfristigen Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank angepasst, vorausgesetzt dieser Zinssatz hat sich seit der letzten Anpassung um mindestens 0,5 Prozentpunkte verändert.

bear, bearish, bear market
Der "Bär" ist ebenfalls los, wenn die Anleger pessimistisch in die Zukunft sehen. Die Marktteilnehmer sind "bearish", der Markt wird dann "bear market" genannt.

Belegschaftsaktie
Belegschaftsaktien sind Aktien, die den Angehörigen einer Gesellschaft zu einem günstigen Preis überlassen werden. Der Wiederverkauf ist meist erst nach Ablauf einer bestimmten Frist erlaubt. Der Vorteil solcher Investments ist zum einen die Förderung der Motivation der Mitarbeiter, die natürlich an einer Kurssteigerung interessiert sein müssen. Zum anderen sind Belegschaftsaktien nur begrenzt einkommens- bzw. lohnsteuerpflichtig.

Benchmark
Auch: Vergleichsindex, Vergleichsmaßstab. Bezeichnung für Referenzwerte, die als Vergleich zu eigenen Investments oder für die Performance von Investmentfonds verwendet werden.

Bestens-Auftrag
Auftrag ohne Angabe eines Preislimits. Die betroffenen Wertpapiere werden zum nächstmöglichen Kurs ge- oder verkauft.

Besteuerung
Ausgeschüttete Zinszahlungen und österreichische Dividenden unterliegen der Kapitalertragsteuer und können endbesteuert werden (letztere nur hinsichtlich Einkommensteuer). Ausgeschüttete ausländische Dividenden werden dem Anleger mit seinem Einkommensteuersatz in Rechnung gestellt, sofern die sonstigen Einkünfte ein Ausmaß von 726,73 € übersteigen. Kursgewinne, die an den privaten Anleger ausgeschüttet werden, unterliegen keiner Besteuerung. Für betriebliche Anleger gibt es eine Übergangsregelung, die den stufenweisen Abbau der Steuerfreiheit bis 1998 vorsah.

Beta-Faktor
Maß für die Schwankung des Aktienkurses im Vergleich zum Gesamtmarkt (repräsentiert durch einen Index)

Beteiligungspapier
Wertpapier, das in aller Regel einen Anteil am Unternehmen verbrieft, so wie im Falle von Aktien. Bei Investmentfondsanteilen ist man nicht am Unternehmen selbst, sondern am Sondervermögen der Kapitalanlagegesellschaft beteiligt.

Bewertung des Fondsvermögens
Die Kurse der österreichischen Wertpapierfonds (Publikumsfonds) werden gemäß Fondsbestimmungen börsetäglich berechnet und in österreichischen Tageszeitungen veröffentlicht. Als Basis werden die Vortagsnotierungen der zum Fonds gehörenden Wertpapiere und die aktuellen Wechselkurse herangezogen.

Bewertungsniveau
Die Abweichung von theoretischem Wert und tatsächlichem Kurs des Optionsscheins in Prozent vom theoretischem Wert. Negative Werte können auf unterbewertete Optionsscheine hindeuten, aber auch auf eine andere Marktlage als im Modell angenommen.

Bezugsfrist
Zeitspanne für die Ausübung des Bezugsrechtes, in welcher der Aktionär zu entscheiden hat, ob er sich an einer Kapitalerhöhung beteiligt oder nicht.

Bezugsrecht
Wenn ein Unternehmen eine Kapitalerhöhung vornimmt, erhalten die Aktionäre Bezugsrechte. Das heißt, sie können zu einem vorher festgelegten (günstigen) Preis neue Aktien erwerben. Die Verteilung der Bezugsrechte erfolgt nach dem Anteil, den der Aktionär bereits am Unternehmen hält.

Bezugsrecht (BR)
Das Bezugsrecht räumt dem Aktionär ein Vorkaufsrecht auf neue (= junge) Aktien, die durch eine Kapitalerhöhung geschaffen werden. Das Bezugsrecht sichert bei der Kapitalerhöhung dem Aktionär den gleichbleibenden Anteil an der Aktiengesellschaft. Auch auf Wandelanleihen, Gewinnschuldverschreibungen und Genußrechte der Gesellschaft haben die Aktionäre ein Bezugsrecht.

Bezugsrechterlöse
Erlös aus dem Verkauf eines Bezugsrechts.

Bid
siehe Geldkurs.

Bindungsfrist
Zeitraum, für den ein Unternehmen oder eine Person fest an vorher festgelegte Fristen gebunden ist.

Blue Chips
Börsenjargon für die meistgehandelten, höher kapitalisierten Aktien an einer Börse. Namensgeber waren die blauen Jetons (Chips) im Casino Monte Carlo.

Bonds
Englisch für Anleihen. Siehe Anleihe.

Bonität
Kredit- und Vertrauenswürdigkeit von Personen und Unternehmungen (v.a. in Bezug auf Anleihenschuldner)

Bonus-Zertifikate
Bonus-Zertifikate partizipieren am Kursanstieg des zugrundeliegenden Basiswertes bei gleichzeitiger beschränkter Kapitalgarantie, d.h. wird eine vorher definierte Kursschwelle nach unten nicht durchbrochen, wird am Laufzeitende zumindest 100 Prozent vom Startwert zurückgezahlt.

Book-Building-Verfahren
Spezielles, aufwendiges Verfahren bei der Emission von Aktien, im Zuge dessen Großinvestoren im Vorfeld der Transaktion und ohne exakt bekanntem Emissionspreis ihre Aufträge erteilen und zusätzlich zur gewünschten Stückzahl auch den Preis bekanntgeben, zu dem sie zum Kauf bereit sind. Auf diese Weise ist es möglich, jenes Preisniveau auszuloten, zu dem eine optimale Platzierung der Aktien möglich ist.

Börse
Markt, auf dem für Waren wie Rohstoffe, Devisen oder Wertpapiere nach Angebot und Nachfrage unter geregelten Voraussetzungen und zu definierten Zeiten, Preise gebildet werden.

Börsegesetz
Es regelt den Tätigkeitsbereich und die Organisationsformen der Börse und enthält allgemeine Bestimmungen über die Börse und ihre Organe, über die Feststellung des Börsenkurses, des Maklerwesens, der Zulassung von Wertpapieren zum Handel usw.

Börsehändler
Sind die im Namen und auf Rechnung von Banken an der Börse mit Wertpapieren, Devisen o.ä. handelnden Personen.

Börsenkurs
Der an der Börse ermittelte Preis für ein dort gehandeltes Objekt (z.B. Wertpapier).

Börsenprospekt
Bevor eine Gesellschaft an Börse gehen kann, muss die Bank, die den Börsengang als Konsortialführer begleitet, die Öffentlichkeit in sogenannten Börsenpflichtblättern (bestimmte überregionale Zeitungen mit Finanzteil) über die beabsichtigte Einführung an der Börse zu informieren. Dieser Börsenprospekt muss über die bisherige und erwartete Entwicklung des Unternehmens informieren, die Produktpalette beschreiben, und ähnliches. Dabei ist das Kreditinstitut zur Seriosität verpflichtet. Nachweislich geschönte Prospekte berechtigen den Aktionär zu Regressansprüchen.

Börsensegment
Zu den Börsensegmenten (bzw. -teilmärkten) zählen der "amtliche Handel", der "geregelte Markt" und der "Freiverkehr".

Börsenumsatzsteuer
Da die österreichischen Wertpapierfonds offene Fonds sind, gilt jeder Anteilserwerb bei einer Bank als Ersterwerb. Börsenumsatzsteuer fällt daher nicht an. Darüberhinaus haben die Kapitalanlage-Gesellschaften Händlerstatus, sodass auch bei den Transaktionen des Fonds keine Börsenumsatzsteuer anfällt. Dies kommt dem Anleger über einen höheren Ertrag zugute.

Börseusancen
Bestimmungen, die den Handel an einer Börse regeln.

Bottom Fishing
Jeder Börsianer versucht es: das "abfischen" einer Aktie am unteren Kurslimit. Gerade Aktien mit stärkeren Kursverlusten von mehr als 50 Prozent werden gerne abgefischt, wenn über einen gewissen Zeitraum hinweg der Abwärtstrend abschwächt und eine Bodenbildung in Sicht ist, das heißt der Kurs nicht mehr fällt, sondern sich seitlich bewegt.

Branchenindex
Index, der aus allen Aktienkursen einer bestimmten Branche eines Marktes gebildet wird.

Break-Even
Wie viel man durch Kauf und Ausübung der Option für einen Basiswert bezahlt. Steigt der Kurs des Basiswerts darüber, macht der Käufer eines Calls einen Gewinn, bleibt der Kurs darunter, ergibt sich für ihn ein Verlust.
Ein Käufer eines Puts macht einen Gewinn, wenn der Basiswert unter den Break-Even fällt und einen Verlust, wenn er darüber bleibt.

Break-Even für Calls
= Basispreis + Kaufkurs des Optionsscheins/BV
= Kurs des Basiswerts + Aufgeld,
für Puts sind die + durch - zu ersetzen.

Briefkurs
Als Briefkurs (englisch: "Ask") bezeichnet man den Preis, zu dem Verkäufer bereit sind, ihre Aktien zu verkaufen.

Broker
Anglo-amerikanische Bezeichnung für einen Wertpapierhändler, der auf fremde Rechnung, d.h. im Auftrag eines Kunden, Börsegeschäfte ausführt.

Bruttodividende
Wenn eine Aktiengesellschaft eine Dividende ausschüttet, ist das für Sie zunächst die Bruttodividende ohne Abzug der 25 Prozent Kapitalertragssteuer. Die Auszahlung erfolgt nach Abzug der Steuer und wird Nettodividende genannt.

Bruttoergebniswachstum
Steigerung des Bruttoergebnisses gegenüber dem Vorjahr.

Bruttorendite
Rendite ohne Berücksichtigung von Steuern und Spesen. Gegenteil: Nettorendite

Buchgewinn
Differenz zwischen dem Restwert (= Buchwert) eines Vermögensgegenstandes (im Unternehmen) nach Abschreibungen und dem beim Verkauf erzielten Erlös, wenn dieser höher ist als der Restwert; im gegenteiligen Fall entsteht ein Buchverlust.

Buchwert je Aktie
Der Buchwert ist jener Wert, zu dem die Aktie in der Bilanz ausgewiesen ist.

Buchwert je Aktie-Wachstum
Steigerung des Buchwerts je Aktie gegenüber dem Vorjahr.

bull, bullish, bull market
Anleger, die mit steigenden Kursen rechnen, werden "Bullen" genannt. Sie sind "bullish". Der Markt ist dann ein "bull market", wenn die Mehrzahl der Anleger positiv in die Zukunft sehen.

Bullenfalle
Der Begriff bezeichnet eine Situation, in der der Kurs einer Aktie im Chart zunächst einen technischen Widerstand nach oben durchbricht (ein Beispiel: Der Kurs einer Aktie ist immer wieder an der 100-Tage-Linie gescheitert und steigt nun deutlich darüber), so dass die meisten Marktteilnehmer davon ausgehen, dass der Kurs weiter steigen wird. Sinkt der Kurs dann aber nachhaltig wieder unter diesen technischen Widerstand, sind die Optimisten - die Bullen - in eine Falle getappt und haben entweder zu früh gekauft oder sich im schlimmeren Fall sogar mit Derivaten auf steigende Kurse eingedeckt. (Siehe auch: Bärenfalle)

Bundeswertpapieraufsicht
Institution öffentlichen Rechts, die aufgrund der Regelungen im österreichischen Wertpapieraufsichtsgesetz installiert wurde. Das BWA hat sich um die Ordnungsmäßigkeit und Fairness des Wertpapiermarktes zu bemühen, die Anlegerinteressen zu wahren und bei der Aufklärung von Insiderfällen Hilfestellung zu leisten

 

C

 

CAC 40
Preis-Index, spiegelt französischen Aktienmarkt wider - Standardwerte

Call (Kaufoption)
Ein Call verbrieft das Recht, den Basiswert innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (Laufzeit) zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Der Call kann gekauft (Long) und verkauft (Short) werden.

Cap
Bezeichnung für den maximalen Zinssatz bei einem Floater.

Cash flow
Der Cash flow bezeichnet den Zufluss an Geld innerhalb einer bestimmten Abrechnungsperiode. Er ergibt sich aus der Addition von Jahresüberschuss, Abschreibungen, Veränderungen der langfristigen Rückstellungen, Steuern und Einkommen. Je höher der Cash flow eines Unternehmens ist, desto handlungsfähiger ist die Gesellschaft.

Cash-Flow je Aktie
Der Cash-Flow zeigt die wahre Finanzkraft (liquide Mittel) des Unternehmens. Er misst die tatsächlich geflossenen Geldströme.

Cashflowwachstum
Steigerung des Cash-Flows gegenüber dem Vorjahr.

CDAX
Performance-Index, spiegelt breitere, mittelgroße Unternehmen wider

CECE EURO Index
Preis-Index, spiegelt Aktienmarkt von Polen, Ungarn und Tschechien wider, Länderaufteilung: Polen 50 %, Ungarn 29 %, Tschechien 21 %

Chart
Graphische Darstellung von einem in der Vergangenheit beobachteten Kursverlauf eines Wertpapieres.

Clearing
Verrechnung gegenseitiger Forderungen, damit nur der sich ergebende Saldo vergütet werden muss.

Compliance Code
Einheitliche Verhaltensrichtlinien der Banken, die den Umgang mit kapitalmarktrelevanten Informationen im Sinne der Fairness für alle Marktteilnehmer regeln.

Corporate Bond
Siehe Industrieanleihe.

Corporate Governance
Diese freiwillige "Unternehmenssatzung" ist ein Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen. Vor allem soll das Vertrauen der Aktionäre durch Transparenz und durch die Qualitätsverbesserung im Zusammenwirken zwischen Aufsichtsrat, Vorstand und den Aktionären gefördert werden.

Cost-Averaging (beim Vermögensaufbau)
Der Anleger erzielt bei regelmäßiger Einzahlung gleich hoher Beträge einen günstigeren Durchschnittspreis als beim Kauf von gleich hohen Stückzahlen von Anteilen. D.h. bei relativ niedrigem Fondspreis werden viele Stücke gekauft und bei einem hohem Preis weniger Stücke.

Courtage
Wie Wohnungsmakler für den Handel mit Häusern und Mietwohnungen nehmen Börsenmakler Vermittlerprovisionen für den Abschluss von Börsengeschäften.

Credit-Spread
Unter dem Credit-Spead wird, die Risikoprämie die der Emittent dem Käufer eines Bonds bezahlen muss, verstanden. Diese drückt sich in Aufschlägen auf die aktuellen risikolosen Zinsen sowie in Abschlägen im Preis aus. Diese Risikoprämie ist sozusagen die Versicherung die der Emittent bezahlt um das Risiko, dass er zahlungsunfähig wird, abzudecken.

CTX
Czech Traded Index, Index der attraktivsten tschechischen Aktien

D

 

Dachfonds
Ein in Wertpapierfonds, bei dem nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in mindestens fünf verschiedene Wertpapierfonds veranlagt wird. Daraus ergibt sich für den Anleger der Vorteil einer größeren Risikostreuung.

Daueremission
Festverzinsliche Wertpapiere, die ohne bestimmte Zeichnungsfrist laufend zum Ersterwerb angeboten werden. Gegenteil: Einmalemission

Dax®-Index
Deutscher Aktienindex; wichtigster deutscher Börseindex. Er wurde erstmals 1988 berechnet, beinhaltet die 30 wichtigsten börsenotierten deutschen Unternehmen und wird laufend ermittelt.

Deckungsfonds
Zusätzliche Sicherheit bei fundierten Bankanleihen neben der Haftung des Kreditinstitutes. Für die Ansprüche aus der Anleihe wird ein Deckungsfonds eingerichtet. In diesem können enthalten sein: Forderungen gegen die Republik Österreich; von der Republik Österreich verbürgte oder garantierte Forderungen gegen Unternehmen; mündelsichere Wertpapiere und Bargeld. Dieser Deckungsfonds steht unter der Kontrolle eines vom Bundesministerium für Finanzen eingesetzten Regierungskommissär und muss in seinem Umfang dem jeweils noch umlaufenden Volumen der Anleihe entsprechen.

Deflation
Die Deflation ist die Umkehrung der Inflation. Das heißt, die Preise sinken und die Geldmenge nimmt ab.

Delisting
Die Notierungslöschung eines an der Börse gelisteten Wertpapiers.

Delta
Das Delta ist ein Sensitivitätsmass und gibt die Veränderung des Optionsscheinpreises in Abhängigkeit von der Kursveränderung des Basiswertes an. Bei Call-Optionsscheinen kann das Delta Werte zwischen 0 und 1 annehmen, bei Put-Optionsscheinen zwischen 0 und -1. Je näher das Delta bei 1 bzw. -1 liegt, um so mehr folgt der Optionsscheinpreis den Kursveränderungen des Basiswertes. Bei einem Delta von 0,5 steigt der Optionsscheinpreis theoretisch um 0,50 Euro, wenn der Basiswert um 1 Euro steigt. Mit dem Delta kann auch die Wahrscheinlichkeit, mit welcher der Optionsschein am Ende der Laufzeit einen inneren Wert hat, also "In-the-money" ist, abgeschätzt werden. Ein Delta von 0,7 (bzw. -0,7 bei einem Put-Optionsschein) bedeutet, dass der Optionsschein mit 70 %-iger Wahrscheinlichkeit am Ende der Laufzeit einen inneren Wert hat. Je weiter der Optionsschein aus dem Geld ist, desto tiefer ist sein Delta und desto weniger reagiert der Optionsscheinpreis auf Änderungen des Basiswertes. Daher wird empfohlen, nur Optionsscheine zu kaufen, deren Delta grösser als 0,3 bzw. kleiner als -0,3 ist.

Depot
Dient dem Kreditinstitut zur Verwahrung und Verwaltung der vom Kunden hinterlegten Wertpapiere. Das Kreditinstitut verbucht hier Käufe und Verkäufe, der Depotauszug zeigt den Wert aller Anlagen. Für die Verwaltung verlangen die Banken s.g. Depotgebühren.

Depotbank
Der Depotbank obliegen die nach dem Investmentfondsgesetz und den Fondsbestimmungen im Interesse und zur Sicherheit der Anteilinhaber vorgeschriebenen Überwachungs- und Kontrollaufgaben. Sie verwahrt die Wertpapiere der Fonds, ist für Ausgabe und Rücknahme von Anteilen zuständig und berechnet täglich Ausgabe- und Rücknahmepreis.

Depotgebühren
Gebühren, die von Banken für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren verrechnet werden.

Derivate
Von Wertpapieren abgeleitetes Finanzprodukt wie Futures, Optionen, Swaps u.ä. Produkte.
Derivate Instrumente Laut InvFG und Fondsbestimmungen dürfen Wertpapierfonds unter bestimmten Voraussetzungen und Beschränkungen Wertpapier- und Wertpapierindex-Optionsgeschäfte, Devisenkurssicherungsgeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Finanzterminkontrakte und Optionsgeschäfte auf Finanzterminkontrakte tätigen. Derivative Instrumente werden hauptsächlich als Absicherungsinstrument gegen Kursrisken eingesetzt. Gemäß InvFG 1993 (gültig seit 1.1.1994) darf ein gewisser Teil des Fondsvermögens auch zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden.

Devisen
Ansprüche auf Zahlungen in fremder Währung an einem ausländischen Platz, meist in Form von Guthaben bei ausländischen Banken, sowie von auf fremde Währung lautenden, im Ausland zahlbaren Scheck und Wechsel.

Devisenkurssicherung
Eine Anlage in Wertpapieren, die auf fremde Währung lautet, beinhaltet ein gewisses Wechselkursrisiko. Der Anleger kann Währungsgewinne oder -verluste machen. Zum Schutz vor Währungsverlusten kann der Fonds Devisenkurssicherungsgeschäfte machen. Sie ermöglichen es, Wechselkurse über eine bestimmte Zeit festzuschreiben und so Währungsschwankungen zu neutralisieren. ACHTUNG: Durch Devisenkurssicherungen wird zwar das Devisenkursrisiko ausgeschaltet, aber auch die Chance eliminiert. Daher werden selten alle Fremdwährungspositionen gesichert, damit die Chancen gewahrt bleiben.

Disagio
Abschlag, meist in Prozenten ausgedrückte Differenz zwischen dem Nennwert und einem Minderpreis. Gegenteil: Agio.

Discountzertifikate
Discount-Zertifikate gewähren einen Abschlag (Discount) auf den Preis des zugrunde liegenden Basiswertes, limitieren jedoch gleichzeitig die Wertsteigerung durch die eingebaute Obergrenze (Cap). Die Höhe des Discounts wird durch Ausübungspreis, Volatilität sowie Laufzeit der Optionskomponente beeinflusst. Discount-Zertifikate sind bei stagnierenden bis leicht steigenden Aktienkurse optimal.

Diskontsatz
Der Diskontsatz ist der Zinssatz, zu dem die Deutsche Bundesbank Wechsel ankauft, die von den Banken angeboten werden. Die Banken können sich auf diese Weise kurzfristig Geld verschaffen. Sie treten dazu die Rechte der an ihre Kunden vergebenen Kredite an die Bundesbank vorübergehend ab. Sie bezahlen quasi mit dem höheren Zinssatz, den sie von ihren Kunden verlangen. Der Diskontsatz hat zudem Einfluss auf die Konjunktur und die Börse. Ein niedriger Diskontsatz bedeutet allgemein niedrige Zinsen. Die Anlage in Aktien wird gegenüber festverzinslichen Anlagen attraktiver. Das führt in der Regel zu steigenden Aktienkursen. Ein hoher Diskontsatz bedeutet dagegen ein allgemein hohes Zinsniveau. Festverzinsliche Papiere sind in einem solchen Fall gegenüber Aktien attraktiver. Die Folge: Anleger schichten ihre Gelder in Anleihen oder Obligationen um. Die Aktienkurse geben nach.

Diversifikation
Wenn Sie Ihre Anlage auf Wertpapiere in mehreren Ländern und Branchen verteilen, um das Risiko zu streuen, nennt man das Diversifikation.

Dividende
Aktiengesellschaften schütten vierteljährlich oder jährlich Teile ihres Gewinns an ihre Aktionäre aus. Der auszuschüttende Gewinn wird dabei durch die Anzahl der Aktien geteilt. So errechnet sich die Dividende pro Aktie. Die Höhe der Dividende bestimmt der Vorstand. In der Regel wird in guten Geschäftsjahren eine höhere Dividende gezahlt und in schlechten eine niedrigere.

Dividende je Aktie
Die Dividende ist jener Teil des Gewinns einer AG, der an die Aktionäre ausbezahlt wurde.

Dividendenrendite
Die Dividendenrendite ist der prozentuelle Anteil des ausbezahlten Gewinns am Börsekurs.

Dividendenwachstum
Steigerung der Dividende gegenüber dem Vorjahr.

Domestic Bonds
Schuldverschreibung, die im Land des Schuldners von einem Emittenten des Landes des Schuldners in dessen Heimatwährung begeben wird.

Doppelbesteuerung
oder auch Mehrfachbesteuerung. Sie liegt dann vor, wenn mehrere Institutionen (z.B. Bund, Land, Gemeinden, ausländischer Staat) das gleiche Steuerobjekt (z. B. Einkommen) eines Anlegers mit einer gleichen oder gleichartigen Steuer belasten.

Double Dip
Unter "Double Dip" versteht man das kurzfristig hintereinanderliegende, zweimalige Abgleiten einer Volkswirtschaft in eine Rezession. Das heißt, daß nach einer Rezession nur eine kurze Phase wirtschaftlichen Wachstums folgt und die Wirtschaft dann wieder in die Rezession abgleitet.

Dow Jones Composite
Preis-Index, Transportunternehmen und Versorgerunternehmen

Dow Jones Euro Stoxx
Preis-Index, spiegelt europäischen Aktienmarkt der Währungsunion wider

Dow Jones Euro Stoxx 50
Der für 'Euroland' wichtigste Index ist der Dow Jones EuroStoxx 50. Er enthält die Aktien von 50 Unternehmen aus Euroländern. Die einzelnen Aktien wurden nach den Kriterien Börsenkapitalisierung, Umsätze und Branchenzugehörigkeit ausgewählt.

Dow Jones Stoxx 50
Preis-Index, spiegelt europäischen Aktienmarkt inkl. Großbritannien wider

Dow Jones Transportation
Branchen-Index, Transportunternehmen

Dow Jones Utilities
Branchen-Index, Versorgerunternehmen

Dow-Jones
Der Dow Jones Industrial Average wurde erstmals 1897 veröffentlicht, enthält die 30 bedeutendsten Industrieunternehmen der New York Stock Exchange und wird laufend als Preisindex berechnet.

Duration
Diese Maßzahl entspricht jener Zeitspanne, in welcher kursmäßige Auswirkungen einer Zinsänderung durch die Kuponwiederveranlagungseffekte vollständig neutralisiert werden. Je größer die Duration ist, desto stärker wirken sich Marktveränderungen auf die Performance aus, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Die Duration hat eine höhere Aussagekraft als die durchschnittliche Restlaufzeit eines Fonds Die Duration berücksichtigt im Gegensatz zur durchschnittlichen Restlaufzeit auch die unterschiedlich hohen Kupons der Anleihen, die auf Zinsänderungen naturgemäß unterschiedlich reagieren.

Durchschnittliche Rendite
Hiermit ist die durchschnittliche Rendite bis zur Endfälligkeit der im Fondsvermögen enthaltenen Wertpapiere - bewertet zum aktuellen Börsenkurs - gemeint. Steigende Renditen der Wertpapiere bewirken Kursverluste der im Fondsvermögen enthaltenen Titel und umgekehrt. Da es sich bei der durchschnittlichen Rendite der Wertpapiere um eine stichtagsbezogene Größe und bei der Performance des Fonds um eine zeitraumbezogene Größe handelt, erlaubt die durchschnittliche Rendite keine direkten Rückschlüsse auf die Wertentwicklung des Fonds.

DVFA-Ergebnis
Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse berechnet die Unternehmensergebnisse nach einer Formel, die den genauen Vergleich zwischen verschiedenen Aktiengesellschaften ermöglichen soll. Dabei korrigiert sie den Jahresgewinn einer Aktiengesellschaft um etwaige Sondereinflüsse (Immobilienverläufe, Sonder-Abschreibungen etc.).


E

eB steht für: ex Bezugsrecht
Ebit Abkürzung für Earnings Before Interest and Taxes. EBIT ist eine absolute Ertragskennzahl einer Unternehmung. Es wird berechnet aus dem Jahresüberschuß vor Steuern, Zinsergebnis und vor außerordentlichem Ergebnis.

EBIT-Wachstum
Steigerung des EBIT (earnings before interest and tax (Betriebsergebnis)) gegenüber dem Vorjahr.
eD steht für: ex Dividende

EFAS
European Federation of Financial Analyst Societies Europäische Vereinigung der Finanzanalysten Zu den Aufgaben zählt unter anderem die Schaffung europäischer Ausbildungsstandards für Analysten und Portfoliomanager.

Effekten
"Effekten" sind Wertpapiere. Außer Aktien bezeichnet man auch Anleihen, Optionsscheine und Investmentfonds-Anteile als Effekten.

Effektivverzinsung
errechnet sich aus der laufenden Verzinsung, den Tilgungsgewinnen bzw. -verlusten und der Laufzeit. Wird meist als Rendite bezeichnet.

Eigenkapitalquote
Je höher die Eigenkapitalquote, desto größer ist die wirtschaftliche Sicherheit und die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Einkommensteuer
Steuergegenstand ist das Einkommen einer bestimmten (natürlichen) Person. Die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen werden bei der Steuerbemessung berücksichtigt. Die Höhe des Steuersatzes hängt von der Höhe des Einkommens ab und ist in Form eines progressiven Staffeltarifs (Einkommenssteuerprogressionsstufen) gestaltet.

Einmalemission
Festverzinsliches Wertpapier, das während einer bestimmten Zeichnungsfrist einmalig zum Ersterwerb angeboten wird. Gegenteil: Daueremission

Einmalerlag
ist eine Möglichkeit der Einzahlung im Rahmen des Vermögensaufbaus; der gesamte Betrag wird auf einmal eingezahlt. Vorteil dieser Variante ist, dass die Ausschüttungen automatisch - ohne zusätzlichen Aufwand für die Bank oder den Anleger - wiederveranlagt werden. Weiters können die verschiedenen Auszahlungsmöglichkeiten des Vermögensaufbau sofort genutzt werden.

EMBI
In Zusammenarbeit mit der Moosmüller & Knauf Software GmbH entwickelte Reuters für den Euro-Emerging Markets Rentenmarkt Ende 1995 einen Index. Der EMTOP ist der Index aller in Euro begebenen Emerging Markets Anleihen, die ein Rating von höchstens BBB haben, ein Mindestemissionsvolumen von EUR 200 Mio. sowie ein Mindestmaß an Handelbarkeit aufweisen. Neben Staatsanleihen werden auch staatsgarantierte Anleihen und Papiere von Gebietskörperschaften aufgenommen.

Emerging Markets
Die Märkte in den sogenannten Schwellenländern werden als Emerging Markets bezeichnet. Als Emerging Markets gelten zum Beispiel die Aktienmärkte in Lateinamerika, aber auch Afrika und Osteuropa. Die Börsen in Südostasien hatten die Schwelle eigentlich schon überschritten. Nach dem Crash 97/98 fällt die Einstufung schwer. Aktien von Gesellschaften, die aus Schwellenländern kommen, werden zum Teil auch an deutschen Börsen gehandelt, vorwiegend im Freiverkehr.

Emission
Eine Emission nennt man die Plazierung neuer Wertpapiere an der Börse. Sie dient der Beschaffung von Kapital. Geht ein Unternehmen zum ersten Mal an die Börse, nennt man das Neuemission. Emissionen werden von Banken begleitet, die in einem Konsortium die Aktien an interessierte Anleger verkaufen, bevor sie an der Börse frei gehandelt werden können. Um eine Aktie vor der Börseneinführung zu bekommen, müssen Sie die Aktien zeichnen. Dazu wenden Sie sich an eine der Konsortialbanken. Die teilen Ihnen zunächst die Preisspanne mit, in der die Aktien angeboten werden. Erfahrungsgemäß liegt der tatsächliche Preis an der oberen Grenze der Spanne. Sind Aktien bei einer Emission überzeichnet - das heißt, es werden mehr Aktien nachgefragt als angeboten - werden in der Regel per Losentscheid die Aktien auf die Anleger verteilt. Der Erlös fließt dem Unternehmen als Eigenkapital zu oder wird den Gesellschaftern gutgeschrieben. Dieser Aspekt ist wichtig. Unternehmen, die den Börsengang nicht zur Investition nutzen, sollten Sie meiden.

Emissionsbank
Institut, das eine Wertpapieremission durchführt.

Emissionskonsortium
Banken, die sich zur Plazierung von Wertpapieren zusammenschließen.

Emissionssyndikat
(Konsortium) Banken, die sich zur festen Übernahme und Platzierung von Wertpapieren zusammenschließen.

Emissionsvolumen
Gesamtvolumen einer Emission.

Emissionswährung
Währung, in der eine Neuemission begeben wird.

Emittent
Ausgeber (Schuldner) eines festverzinslichen Wertpapiers.

Endbesteuerung
Durch die Auszahlung der Zinserträge einbehaltene Kapitalertragssteuer in Höhe von 25% ist die Einkommenssteuer abgegolten.

Erbschaftssteuer
Steuergegenstand ist die unentgeltliche Bereicherung der Erben. Der Steuersatz bestimmt sich nach der Höhe des Erbanfalls und nach dem Verwandtschaftsgrad zwischen Erblasser und Erben.

Ergänzungskapital
Sind eingezahlte Eigenmittel, die von Dritten auf mindestens 8 Jahre (ohne Kündigungsmöglichkeit) dem Kreditinstitut zur Verfügung gestellt und, im Fall der Insolvenz des Kreditinstitutes, erst nach Befriedigung der übrigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Zinsen für diese Form des Kapitals dürfen nur bei ausreichendem Jahresüberschuß gezahlt werden.

Ergänzungskapitalanleihen
Spezielle Form einer Kreditinstitutsanleihe, bei der Zinsen nur dann ausbezahlt werden dürfen, sofern diese im handelsrechtlichen Reingewinn Deckung finden.

Ergebnis je Aktie
Das ist der Gewinn bzw. Verlust, der je Aktie ausgewiesen wird.

Erneuerungsschein
Teil des Kuponbogens, der zur Anforderung neuer Erträgnisscheine dient.

Eröffnungsauktion
Auktion zu Beginn der Börsensitzung.

Errechneter Wert
Wert eines Anteils, der sich aus der Division des gesamten Fondsvermögens durch die Anzahl der umlaufenden Anteile ergibt.

Ertrag
Die Erträge eines Wertpapierfonds setzen sich aus Zinsen und Dividenden, realisierten Kursgewinnen, Erlösen aus Bezugsrechten und Geschäften mit derivativen Instrumenten zusammen.

Erträgnisschein - Kupon
Teil des Kuponbogens, der als Berechtigungsnachweis für den Anspruch auf Ausschüttung dient.

Ertragsausschüttung
Die Erträge der Wertpapierfonds werden einmal jährlich innerhalb von 8 Wochen nach Ende des Geschäftsjahres ausgeschüttet, wobei der Anteil der Ausschüttung, der auf Kursgewinne entfällt, im Privatvermögen steuerfrei ausgeschüttet wird. Alternativ dazu bieten sich Thesaurierungsfonds an, bei den keine Ausschüttung bzw. lediglich der KESt an das Finanzamt erfolgt. Siehe auch unter Besteuerung.

Ertragsgleichheit
Ab welcher Performance des Basiswerts das Investieren in einen Call lohnender ist als das Kaufen des Basiswerts selbst. (Für Puts wird diese Kennzahl nicht berechnet.) Bei zu geringen Kursänderungen des Basiswerts ist ein Optionsschein von Nachteil.

Ertragsgleichheit p.a.
Ertragsgleichheit vereinheitlicht auf Prozent pro Jahr.

eskomptieren
Wenn der Kurs einer Aktie ein erwartetes Ereignis, zum Beispiel eine Dividendenerhöhung oder eine Gewinnsteigerung, bereits vorwegnimmt, nennt man das "eskomptieren". Die Erwartung bildet sich bereits im Kurs ab. So entsteht die unter Börsianern geltende Regel: "Kaufe bei Gerüchten, verkaufe bei Fakten".

Euribor
European Interbank Offerd Rate. Kurzfristiger Zinssatz am Euro-Geldmarkt, der als neuer und für den gesamten Euro-Währungsraum gültiger Referenzzinssatz Bedeutung hat.

Euro-Bonds
englisch für: Euroanleihen, die über ein internationales Bankenkonsortium am europäischen Kapitalmarkt plaziert werden. Die Währung ist meist nicht die Heimatwährung des Schuldners und die Zinsen sind von der Quellensteuer befreit.

Ex-Tag
Handelstag, an dem ein Abschlag (z.B. Bezugsrecht, Dividende, Zinsschein) vorgenommen wurde. Bei der Akteinkursnotiz wird der Zusatz eB für ex Bezugsrecht oder eD für ex Dividende angebracht um zu verdeutlichen, dass ein eventueller Kursrückgang in erster Linie auf den Abschlag zurückzuführen ist


F

FED-BIAS
Nach jeder Zinssitzung gibt die amerikanische Notenbank FED diesen Bias bekannt. Er ist eine Einschätzung über Chancen und Risken der zukünftigen wirtschaftlichen und inflationären Entwicklung. Seit 2000 gibt es die Einschätzung "Inflation" (FED sieht Risiko einer steigenden Inflation), "Weakness" (Fed erwartet wirtschaftliche Schwäche) und "Balanced" (Fed sieht ausgewogene Wirtschafts- und Inflationsentwicklung). Aus diesem Bias kann die mögliche Tendenz der künftigen Zinspolitik abgeleitet werden. Aktuell ist er auf "Balanced". Das heißt es wird für die nächsten Monate eher mit keinen Zinsschritten gerechnet.

Festverzinsliche Wertpapiere
Schuldurkunde, in der sich der Aussteller (Schuldner) dem Inhaber (Gläubiger) gegenüber verpflichtet, das Wertpapier während der gesamten Laufzeit zu einem fix vereinbarten Prozentsatz zu verzinsen.

Finanzterminkontrakte
Vertragliche Vereinbarung (Kontrakt), eine standardisierte Menge eines bestimmten Finanzinstrumentes zu einem, im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren standardisierten Fälligkeitstag zu kaufen bzw. zu verkaufen.

Fiskalpolitik
Der Staat kann durch budgetäre Maßnahmen (Steuern und Staatsausgaben) die Wirtschaft eines Landes ankurbeln oder bremsen.

Fixkursangebot
Angebot für von der jeweiligen Bank ausgesuchte Wertpapiere (in der Regel Anleihen und Rentenfonds, aber auch Aktien) für die ein Kauf zu einem verbindlichen Kurs ermöglicht wird.

Fließhandel
Fließhandel oder Fortlaufender Handel ist die laufende Erfüllung aller Aufträge, die preis- und mengenmäßig zusammenpassen, d.h. während der gesamten Börsehandelszeit können Geschäfte abgeschlossen werden.

Floater
Wertpapier ohne fixe Verzinsung, bei dem die Zinsanpassung an das jeweilige Zinsniveau durch Bindung an möglichst objektive, aktuelle Messgrößen, wie z. B. Sekundärmarktrendite oder Interbankenrate, erfolgt. Die Verzinsung ändert sich meist monatlich, viertel- oder halbjährlich.

Floating Rate Notes
Wertpapier ohne fixe Verzinsung, bei dem die Zinsanpassung an das jeweilige Zinsniveau durch Bindung an möglichst objektive, aktuelle Meßgrößen, wie z. B. Sekundärmarktrendite oder Interbankenrate, erfolgt. Die Verzinsung ändert sich meist monatlich, viertel- oder halbjährlich.

Fondsmanager
In einer Kapitalanlagegesellschaft verantwortlicher Mitarbeiter für die langfristige Kapitalerhaltung und Sicherung des laufenden Einkommens unter Einsatz modernster Portfoliomanagementtechniken und durch professionelles, zielgerichtetes Agieren auf den internationalen Märkten.

Fondsvermögen
Gesamtwert aller Vermögenswerte eines Fonds. Das Fondsvermögen eines Wertpapierfonds besteht aus Aktien und/oder festverzinslichen Wertpapieren, einer Barreserve sowie sonstigen Vermögenswerten. Die jeweilige aktuelle Zusammensetzung des Fondsvermögens können Sie monatlich den Hypo-Wertpapierfonds-Nachrichten bzw. detailliert den Rechenschaftsberichten und Halbjahresberichten der Fonds entnehmen.

Forderungspapiere
Verzinsliches Wertpapier, dem ein schuldrechtliches Verhältnis zugrundeliegt.

Fortlaufender Handel
In dieser Handelsphase werden laufend Kurse gebildet, sobald zwischen Käufer und Verkäufer Einigkeit erzielt wird.

Fremdkapitalquote
Je niedriger die Fremdkapitalquote, desto weniger abhängig ist das Unternehmen von fremden Geldgebern und desto erfolgreich können neue Geldgeber gewonnen werden.

FTSE-100
Preis-Index, spiegelt den britischen Aktienmarkt wider - Standardwerte

Fundamentalbewertung (-analyse)
Verfahren der Aktienanalyse zur möglichst umfassenden Beurteilung eines (Aktien-) Portfolios oder anderer risikotragender Anlagen. Für die Fundamentalbewertung werden spezifische Unternehmerdaten (z.B. die Bilanz, Gewinn-Verlust-Rechnung, Geschäftsbericht, Pläne der Unternehmensleitung) sowie volkswirtschaftliche Größen (z.B. Konsumentenvertrauen) herangezogen, um zukünftige Chancenpotentiale einer Anlage heraus zu filtern.

Fundierte Bankanleihen
Anleihen, bei denen zusätzlich zum ausgebenden Institut auch noch ein Deckungsfonds haftet. Dieser Deckungsfonds stellt ein Sondervermögen dar, welches zur Sicherstellung für die Rückzahlung und die Zinszahlungen gebildet wird. Fundierte Anleihen eignen sich durch ihre besondere Sicherheit zur Anlage von Mündelgeldern. Gegenteil: nicht fundierte Anleihen

Futures
Standardisierter börsengehandelter Teminkontrakt, der die Verpflichtung enthält, die im Kontrakt in Bezug auf Ausstattung genau festgelegten Instrumente (Geld- oder Kapitalmarktpapiere, Indizes, Währung) zu einem im voraus festgelegten Preis an einem späteren Liefertag zu kaufen bzw. zu verkaufen.


G

G
G ist eine Taxe und steht für Geld. Der angeführte Kurs ist nur eine Indikation, d.h. es ist der Kurs, der zustandegekommen wäre. In diesem Fall werden jedoch keine Stücke gehandelt.

Gamma
Dieser Sensitivitätsfaktor gibt die Änderung von Delta an, wenn der Kurs des Basiswerts steigt oder fällt. Ein Wert von 0,1 bedeutet z. B.: Wenn der Basiswert um einen kleinen Betrag steigt, steigt Delta um ein Zehntel dieses Betrags.

Garantieanlage
(auch Kassenobligation) Spezielle Form einer Schuldverschreibung, die von Banken ausgegeben wird und eine kurz- bis mittelfristigen Laufzeit hat.

Garantiezertifikate
Garantiezertifikate bieten dem Anleger eine 100%ige Kapitalgarantie zum Laufzeitende. Dazu kommt ein Partizipationsbetrag an einem Index oder Indexbasket, beziehungsweise Kuponzahlung.

Geldkurs
Als Geldkurs (englisch: "Bid") bezeichnet man den Preis, zu dem Käufer bereit sind, Wertpapiere zu kaufen.

Geldmarkt
Markt für kurzfristige Finanzierungsmittel (bis zu einem Jahr). Nach der Laufzeit unterscheidet man verschiedene Geldmarktsätze: Taggeld (overnight money, bis 24 Stunden), tägliches Geld (day to day money, täglich kündbar), Monatsgeld, Dreimonatsgeld, u.s.w.

Geldmarktfloater
Wertpapier ohne fixe Verzinsung, bei dem die Zinsenanpassung an das jeweilige Zinsniveau durch Bindung an Zinssätze des Geldmarktes wie Dreimonatsgeld, Sechsmonatsgeld, ... erfolgt.

Geldmarktzinssatz
Zinssatz, der am Geldmarkt durch Angebot und Nachfrage gebildet wird und je nach Laufzeit variiert.

Gemischte Fonds
Fonds, die sowohl in Aktien als auch in Anleihen veranlagen. Je nach Kapitalmarktsituation wechseln sie den Anlageschwerpunkt.

Genußrecht
Wertpapiere, die in der Regel das Recht auf Gewinn-, aber keine Substanzbeteiligung beinhalten. Über die Ausformung der Genußrechte sind im Aktiengesetz keine Bestimmungen enthalten. Mit Genußscheinen nach dem Beteiligungsfondsgesetz haben die Genußrechte nichts zu tun.

Genussschein
Der Genussschein ist eine Anlageform irgendwo zwischen Aktie und Anleihe. Er verbrieft - ähnlich wie eine Aktie über die Dividende - das Recht, am Reingewinn einer Gesellschaft teilzuhaben. Diese Erfolgsbeteiligung übertrifft in der Regel die Rendite der Anleihen, die ein Unternehmen ausgibt. Allerdings hat der Inhaber eines Genussscheins im Gegensatz zum Aktionär kein Stimmrecht.

Geschlossener Fonds (Closed-end Fonds)
Investmentfonds, die nur eine bestimmte Anzahl Anteilscheine ausgeben. Nach der Zeichnungsfrist können Anleger nur über die Börse neue Anteile kaufen, wenn ein anderer sie verkauft. Nicht nach österreichischer Rechtslage möglich. Diese Fonds haben gewöhnlich einen Kurs (der durch Angebot und Nachfrage entsteht), der vom errechneten Wert abweicht. Die Abweichung wird Agio oder Disagio genannt.

Gewinnrendite
Die Gewinnrendite ist die Rendite des echten Gewinnes auf den Aktienkurs und dient zum direkten Vergleich der Renditen bei verschiedenen Anlageformen.

Gewinnwachstum
Steigerung des Gewinns gegenüber dem Vorjahr.

Gewinnwarnung
Ist eine Ankündigung eines Unternehmens, den erwarteten Gewinn der Periode nicht zu erreichen

Gläubiger
Juristische oder natürliche Person, die aufgrund eines Vertrages eine Leistung verlangen kann, z. B. der Käufer einer Anleihe (Gegenteil: Schuldner).

Going Public
Einführung eines Unternehmens an der Börse durch öffentlichen Verkauf von Unternehmensanteilen (Aktien).
Gratisaktie Gratisaktien sind leider nicht umsonst. Sie sind eigentlich Berichtigungsaktien, die aus den Gesellschaftsmitteln stammen. Das heißt im Klartext: Wenn eine Aktiengesellschaft ihr Aktienkapital aus eigenen Mitteln (Rückstellungen, Reserven) erhöht, so erhalten die Aktionäre für eine bestimmte Anzahl von Aktien je eine Zusatzaktie. Nach der Ausgabe von Gratisaktien reduziert sich der Kurs der Aktien um diese Korrektur, denn es verteilen sich mehr Aktien auf dasselbe Kapital. Wird zum Beispiel für vier Aktien, die zusammen 400 Euro wert sind, eine Zusatzaktie ausgegeben, so haben jetzt fünf Aktien den Wert von 400 Euro. Der Wert pro Aktie verringert sich also um 20 Euro. Zwei Vorteile ergeben sich für Aktionäre: die Dividende wird auch nach der Korrektur für alle Aktien gezahlt. Und der Aktienkurs verbilligt sich optisch. Eine Neuinvestition wird erleichtert.

Graumarktkurs
Darunter versteht man die Kurse die noch vor Erstnotiz an der Börse ermittelt werde. Die vorbörslich, gehandelten Wertpapiere werden aufgrund des Verhältnisses von Angebot und Nachfrage institutioneller Anleger von Freimaklern festgelegt. Der vorbörsliche Handel unterliegt nicht der Börsenaufsicht.

Grundkapital
Nominales Eigenkapital einer Aktiengesellschaft, welches durch die Größe und Ausgabe von Aktien aufgebracht wird. Das Grundkapital ist eine rein rechnerische Größe und stellt in der Bilanz den Betrag für den gesamten Nennwert oder - bei nennwertlosen Aktien - den sogenannten statutarischen Wert aller ausstehen den Aktien dar. Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft ist ein ziffernmäßig bestimmter Betrag der bei Gründung aufgebracht, jedoch nicht zur Gänze bar eingezahlt werden muss. Das Grundkapital ist durch die Satzung festgelegt und kann nur durch eine Änderung derselben erhöht oder herabgesetzt werden. Damit hat das Grundkapital Nennwertcharakter. Es ist in Aktien, die über einen bestimmten Nennwert verfügen, zerteilt. Die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Nennwert ergibt daher die Höhe des Grundkapitals. Der Mindestnennbetrag des Grundkapitals einer österreichischen Aktiengesellschaft ist EUR 72.672,83.


H

Halbjahresbericht
Die Kapitalanlagegesellschaft ist verpflichtet, jeweils sechs Monate nach Geschäftsjahresbeginn einen Halbjahresbericht zu erstellen und innerhalb von zwei Monaten zu veröffentlichen. Er hat u.a. eine Übersicht über die Anzahl der umlaufenden Anteile und eine Vermögensaufstellung zu enthalten.

Handelsaussetzung
In Ausnahmefällen, wie z.B. entscheidenden Unternehmensmeldungen oder Übernahmeangeboten, kann eine Aktie vom Handel ausgesetzt werden.

Handelssystem
Computersystem, das einen elektronischen Handel von Wertpapieren ermöglicht.

Handelsvolumen
Als Handelsvolumen werden die Anzahl der gehandelten Wertpapiere an einem Börsenplatz, meist an einem Tag bezeichnet.

Hang Seng
Preis-Index, spiegelt Aktienmarkt Hongkong wider - Standardwerte

Hauptversammlung
Organ der Aktiengesellschaft, durch welches die Aktionäre ihre Rechte in den Angelegenheiten der Gesellschaft ausüben. Sie entscheidet über wichtige Schritte des Unternehmens. Tagt üblicherweise einmal im Jahr.

Hausse
Wenn die Wertpapierkurse über einen mittleren bis längeren Zeitraum auf breiter Basis steigen, nennen das die Börsianer "Hausse".

Hebel
Verdeutlicht, wie viel mal der Optionsschein prozentuell stärker schwankt als der Basiswert selbst. Große Werte zeigen erhöhte Chancen und Risiken an.
Hebel = Kurs des Basiswertes / (Kurs des Optionsscheins / BV
(Für Puts wird der Hebel mit negativem Vorzeichen ausgewiesen.)
Bei dieser Berechnung nimmt man an, dass der Optionsschein die absolute Kursveränderung des Basiswerts entsprechend seines Bezugsverhältnisses mitmacht, d. h. dass der Zeitwert konstant bleibt. Dies ist jedoch nur eine grobe Näherung, weil der Zeitwert in der Realität durch die Einschätzungen der Marktteilnehmer zustande kommt. Aussagekräftiger ist das Omega.

Hedge Funds
Hedge Funds sind Investmentfonds, die bezüglich ihrer Anlagepolitik keinerlei gesetzlichen oder sonstigen Beschränkungen unterliegen. Sie streben unter Verwendung sämtlicher Anlageformen eine möglichst rasche Vermehrung ihres Kapitals an. Hedge Funds bieten die Chance auf sehr hohe Rendite, bergen aber auch ein entsprechend hohes Risiko des Kapitalverlusts.

high flyers
Als "high flyers" bezeichnet man Wertpapiere mit sehr hohem Kursanstieg. Das sind oft sehr spekulative Aktien, deren Kurs sich weniger am derzeitigen Ertrag als an den künftigen Ertragserwartungen orientiert. Ein schönes Beispiel dafür ist die Netscape-Aktie, die kurz nach der Börseneinführung zu den höchst bewerteten Titeln im Markt gehörte, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch fast kein Geschäft hinter der Aktie stand, sondern nur ein guter Internet-Browser, der kostenfrei im Internet zu laden ist. Allein die Hoffnung auf mehr ließ die Aktionäre Netscape-Papiere kaufen.

High Grade-Bereich-High Yield
Ratingagenturen wie z.B. Standard & Poors, Moody`s oder Fitch IBCA bewerten Staaten, Banken und Unternehmen nach ihrer Kreditwürdigkeit. Diese Einstufung findet im Rating ihren Ausdruck. Ein Rating im Bereich AAA bis BBB nennt man High Grade, also relativ sicher. Anleihen im High Grade Bereich haben keinen hohen Risikoaufschlag. Ein Rating unterhalb BBB wird im Fachjargon als High Yield Rating bezeichnet. Hier besteht ein wesentlich höheres Kreditrisiko. Aus diesem Grund bekommt der Anleger einen wesentlich höheren Risikoaufschlag in Form eines hohen Kupons (Zinssatzes) abgegolten.

High Yield
hochverzinste Anleihe aufgrund eines Ratings, das unter BBB-/Baa3 liegt

Historische Volatilität
Misst wie stark der Basiswert in den letzten 30 Tagen schwankte. Eine historische Volatilität von 20% bedeutet z. B.: In 2/3 aller Fälle ist der Kurs in einem Intervall von +/-20% um seinen Durchschnittswert gelegen. Dieser Parameter geht in die Berechnung des theoretischen Werts ein.

Holding
Eine Holding ist eine Gesellschaft ohne eigenen Produktionsbetrieb, die an zahlreichen Firmen finanziell beteiligt ist. Die von der Holding geleiteten Unternehmen sind rechtlich selbständig, der Gewinn fließt jedoch in die Holding.

Homogenisierter Kurs des Optionsscheins
Kurs des Optionsscheins dividiert durch das Bezugsverhältnis.
Wird für die Berechnung der folgenden Kennzahlen verwendet, um eine leichte Vergleichbarkeit verschiedener Optionsscheine zu erreichen.

HTX
Hungarien Traded Index, Index der attraktivsten ungarischen Aktien


I

IAS oder US-GAAP
IAS (International Accounting Standards) und US-GAAP (US Genarally Acceptet Accounting Principles) sind internationale Rechnungslegungs-Grundsätze, die eine internationale Vergleichbarkeit von Unternehmensdaten ermöglichen.

iATX
Die bedeutendsten an der Wiener Börse notierten Immobilienwertpapiere sind im Immobilien-ATX, einem Benchmark-Index für österreichische Immobilienwerte, zusammengefasst.

iFG
Preisindex, der iFG umfasst – unabhängig vom Börsenplatz – Aktien österreichischer technologieorientierter Unternehmen, die in Wachstumsbranchen tätig sind.
Immobilienfonds Fonds, deren Mittel in Immobilienwerten angelegt werden. Wird nicht vom österreichischen Investmentfondsgesetz behandelt.

Implizite Volatilität
Welchen Wert man für die historische Volatilität einsetzen müsste, damit nach dem Optionspreis-Modell der aktuelle Kurs gleich dem theoretischen Wert ist. Mit der impliziten Volatilität versucht man, die Einschätzung der Marktteilnehmer sichtbar zu machen, denn relevant für den Kurs eines Optionsscheins ist nur die (geschätzte) zukünftige Volatilität, nicht die historische.

Indexfonds
Wertpapierfonds, deren Zusammensetzung der eines zugrunde gelegten Wertpapierindex entsprechen. Ziel eines solchen Fonds ist es, an der Wertentwicklung der jeweiligen Wertpapierindizes teilzunehmen. Indexfonds werden von den verschiedenen Investmentgesellschaften für nahezu jeden gängigen Wertpapierindex angeboten. Indexfonds haben im Vergleich zu herkömmlichen Aktienfonds eine relativ geringe Volatilität und stellen damit für den Anleger eine interessante Alternative zu anderen Formen der Aktienanlagen dar.

Indexzertifikat
Indexzertifikate sind Schuldverschreibungen, die meist von Kreditinstituten emittiert werden. Sie spiegeln genau die Entwicklung eines bestimmten Börsenindex (z.B. DAX, Dow Jones, Nemax50) wieder. Im Gegensatz zu Indexfonds findet kein aktives Management der Anlage statt.

Industrieanleihe (Corporate Bonds)
Anleihe, die von einem Unternehmen emittiert wurde.

Inflation
Inflation ist der Begriff für fortschreitende Geldentwertung. Die Folge sind steigende Preise für Konsum- und Investitionsgüter. Eine Inflation entsteht dann, wenn die Geldmenge gegenüber dem realen Angebot an Handelswaren überproportional wächst. Mit anderen Worten: wenn mehr Geld im Umlauf ist als Waren dafür erworben werden können. In einer Wachstumsgesellschaft sorgt die ständige Zunahme der Geldmenge automatisch auch für Inflation. Die Frage ist nur, in welchem Tempo das Geld an Wert verliert. Wird die Geldentwertung unkontrollierbar, spricht man von offener oder galoppierender Inflation.

Inhaberaktie
Aktie, die auf keinen bestimmten Namen lautet und formlos übertragen werden kann.
Inhaberpapiere Überbegriff für jene Wertpapiere, in denen der Berechtigte nicht namentlich genannt ist und aus denen der jeweilige Inhaber das in der Urkunde verbriefe Recht geltend machen kann. Diese werden durch formlose Übergabe übertragen.
Inhaberrecht Siehe Aktionärsrechte

Innerer Wert
Der innere Wert einer Option wird aus der Differenz zwischen Ausübungspreis und Kurs des Basiswertes berechnet. Call: Kurs des Basiswertes minus Ausübungswert. Put: Ausübungspreis minus Kurs des Basiswertes. Ist das Ergebnis negativ, beträgt der innere Wert Null.

Insider
Ein Insider ist jeder, der aufgrund seines Berufes oder privaten Verbindung vertrauliche, nicht allgemein zugängliche Informationen über ein Unternehmen besitzt und sein Wissen in Börsengeschäfte umsetzt. In England, Frankreich und seit kurzem auch in der Schweiz sind die Ausnutzung von vertraulichen Informationen unter Strafe gestellt. In der Bundesrepublik können Insider (noch) frei walten. Vor etwa zehn Jahren haben die Spitzenverbände aus Banken und Industrie eine Art "Börsen-Knigge" verabschiedet, der auf freiwilliger Basis Grundsätze und Verfahren regelt, die einen Missbrauch von Wissen erschweren sollen. Doch außer gesellschaftlicher Achtung drohen Insidern keine Konsequenzen.

Insolvenz
Die Insolvenz ist der feine Ausdruck dafür, dass die Kassen eines Unternehmens leer sind. Die Firma kann ihren Zahlungen nicht mehr nachkommen und leitet bei anhaltender Insolvenz den Konkurs ein.

Institutioneller Anleger
Institutionen, die in großem Umfang auf den Geld- und Kapitalmärkten handeln (z.B. Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften).

Interbanken-Handel
Der Name verrät es schon: es geht um den außerbörslichen organisierten Handel zwischen internationalen Banken. Der Handel findet ununterbrochen 24 Stunden statt.

Intra-Day-Handel
Nur wenige Banken bieten ihren Privatkunden den Intra-Day-Handel an. Dabei geht es darum, Aktien an ein und demselben Tag zu kaufen und wieder zu verkaufen. In den USA entstehen dagegen mittlerweile schon regelrechte Intra-Day-Shops, in denen die sogenannten Day Trader ein paar tausend Dollar in die Hand nehmen und ihr Glück an den Terminals versuchen, fast wie an Spielautomaten.

Investitionsgrad - Veranlagunsgrad
Anteil der Fondsmittel, der aktuell in Wertpapieren angelegt ist.

Investmentfonds
siehe Wertpapierfonds. Der Name Investmentfonds steht im Gesetz, wird jedoch im Marketing weniger verwendet, da er von der Masse der Anleger weniger gut zugeordnet werden kann.

Investmentzertifikate
Ein Wertpapier, das einen Miteigentumsanteil an den Vermögenswerten eines Investmentfonds verkörpert. Investor Kapitalanleger, der sein Kapital längerfristig in Wertpapieren anlegt.

Investor Relations
Begriff für die Kommunikation eines Unternehmens mit seinen aktuellen und potenziellen Aktionären über ein Unternehmen. Investor Relations sind ein wichtiger Bestandteil der s.g. "Aktionärspflege".

IPO (initial public offering)
Einführung eines Unternehmens an der Börse. Ein IPO ist ein erstes öffentliches Angebot einer Aktiengesellschaft, das Unternehmensanteile (Aktien) zur Zeichnung der Öffentlichkeit anbietet.

ISIN
Am 22.4.2003 wurde die Wertpapierkennnummer (WKN) - sie diente zur Identifikation von Wertpapieren - durch die International Securities Identification Number (ISIN) abgelöst. Der Aufbau der ISIN besteht aus einem zweistelligen Länderkürzel (z.B. AT für Österreich, DE für Deutschland), einer 9-stelligen nationalen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer (PZ). Dieser Aufbau ist weltweit gültig. In Österreich und Deutschland war die Vergabe der nationalen Kennnummer auf 6 Stellen begrenzt. Die WKN findet sich in der Position 6 bis 11 der ISIN wieder.
ISM-Einkaufsmanagerindex (früher NAPM-Index) Der ISM-Einkaufsmanagerindex ist einer der bekanntesten Umfrageindikatoren in den USA. Monatlich werden dabei über 300 Einkaufsmanager der Fertigwarenindustrie über die letzte Entwicklung bezüglich Auftragslage, Beschäftigung, Lieferfristen, Einkaufspreise etc in ihrem Unternehmen befragt. Die Skalierung des Indikators geht von 0 Prozent bis 100 Prozent. Kommt der Indikator über 50 Prozent zu liegen, bedeutet dies ein Expandieren der Wirtschft im vergangenen Monat. Liegt er unter 45 Prozent, kommt dies einer Rezession gleich.


J

Jahresbericht
Die Kapitalanlagegesellschaft ist verpflichtet, jährlich für jeden ihrer Wertpapierfonds einen Rechenschaftsbericht zu erstellen, in dem die Vermögenswerte des Fonds, die Zahl der Anteile zu Beginn des Rechnungsjahres und an dessen Ende und die Veränderung des Vermögensbestandes anzugeben sind. Der Rechenschaftsbericht hat außerdem eine Ertragsrechnung und eine Vermögensaufstellung zu beinhalten. Der Rechenschaftsbericht ist dem Aufsichtsrat der Kapitalanlagegesellschaft vorzulegen und ist durch einen Abschlußprüfer, der von der Generalversammlung der Kapitalanlagegesellschaft gewählt wird, zu prüfen.

Joint Venture
Ein Joint Venture ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen mehreren Partnern über den gemeinsamen Betrieb eines Unternehmens. Dabei teilen sich die Partner den Aufwand an Kapital, Forschung, Know-how und Gewinne.

Jumbopfandbrief
Bei Jumbopfandbriefen handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen von Real-Kreditinstituten wie Hypothekenbanken oder Landesbanken. "Jumbos" stellen eine Sonderform des Pfandbriefes dar, da sie unter anderem folgenden standardisierten Emissionsbedingungen unterliegen: Mindestemissionsvolumen von 500 Mio. Euro. Mindestens drei verschiedene Market Maker stellen den Marktteilnehmern auf Anfrage verbindliche Geld- und Briefkurse innerhalb festgelegter Spreads. Pfandbriefe dürfen - zu Zwecken des Gläubigerschutzes - von den Banken nur nach einer staatlichen Genehmigung emittiert werden. Vorteile: Hohe Liquidität ab der kleinsten handelbaren Einheit Gute Bonität Emission nur mit staatlicher Genehmigung Nachteil: Zinsänderungsrisiko bei Verkauf der Anleihe vor Fälligkeit

Junge Aktie
Aktie, die im Rahmen einer Kapitalerhöhung neu ausgegeben wird. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Anschaffungskosten als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Oft ist sie für das laufende Geschäftsjahr nicht voll dividendenberechtigt und wird daher an der Börse separat gehandelt. Sobald die junge Aktie der alten Aktie gleichgestellt ist, notieren beide als eine Aktie.

Junk Bonds
Riskante Anleihen mit hoher Verzinsung, meist von Schuldnern geringer Bonität.


K

KAG
Kapitalanlagegesellschaft, auch Fondsgesellschaft genannt. Die KAG ist also jenes Unternehmen, das die Investmentfonds managt und betreut.

Kapitalanlagegesellschaft
Kapitalanlagegesellschaften sind Banken nach dem Kreditwesengesetz (KWG) (§ 1 [2] Z 10) und betreiben entsprechend den Bestimmungen des Investmentfondsgesetzes nur das Investmentfondsgeschäft, angelagerte Geschäfte sowie Geschäfte, die zur Anlage des eigenen Vermögens erforderlich sind.

Kapitalerhöhung
Das Eigenkapital einer Aktiengesellschaft wird durch die Ausgabe von jungen Aktien, welche durch Bezahlung des Bezugspreises zu erwerben sind, erhöht. Grund für eine Kapitalerhöhung ist der gesteigerte Bedarf an Eigenkapital. Die Altaktionäre haben ein Recht auf den Bezug (Bezugsrecht) von jungen Aktien.

Kapitalertragssteuer
Die Kapitalertragssteuer ist eine Form der Einkommenssteuer auf Erträge aus Aktien, Genussscheinen, GmbH-Anteilen und anderen ähnlichen Anlageformen. Bei der Ausschüttung von Dividenden zieht Ihnen das Finanzamt sofort 25% ab. Diesen Abzug können Sie aber mit Ihrer Einkommenssteuer verrechnen. In bestimmten Fällen können Sie sich auch vom Finanzamt eine Nichtveranlagungsbescheinigung besorgen. Damit verhindern Sie den Sofort-Abzug. Die Bedingungen, die Sie dazu erfüllen müssen, hängen von Ihren sonstigen Einkünften ab. Erkundigen Sie sich deshalb am besten bei Ihrem Finanzamt, ob Sie die Bescheinigung erhalten können.

Kapitalmarkt
Darunter versteht man den Markt für längerfristig zur Verfügung gestelltes Kapital. Der Kapitalmarkt wird unterteilt in Primär- und Sekundärmarkt. Gegenteil: Geldmarkt.

Kapitalmarktfloater
Anleihe mit variabler Verzinsung. Die Zinsanpasung erfolgt an das jeweilige Zinsniveau des Kapitalmarktes (Sekundärmarktrenditen des Bundes, Emittenten gesamt ...) zu vorher festgelegten Terminen. Die Zinszahlung erfolgt in der Regel zum Kupontermin.

Kapitalmaßnahme
z.B. Kapitalerhöhung, Kapitalherabsetzung, Fusion, Aktiensplit, Bonusaktien, etc.

Kassenobligation
Spezielle Form einer Schuldverschreibung, die von Kreditinstituten ausgegeben wird und im allgemeinen eine kurze- bis mittelfristige Laufzeit hat.

Kauf/Verkauf von Fondsanteilen
Der Käufer/Verkäufer erhält als Abrechnungspreis den - zum Zeitpunkt des Auftrages unbekannten - Kurs des nächsten Tages.

Kaufkraftparität
Herrscht wenn identische Warenkörbe in unterschiedlichen Ländern gleich viel kosten.

KESt
Steuer auf ausgeschüttete Kapitalerträge, z. B. Dividenden, Zinsen, usw. Die KESt wird in Österreich bei Dividenden von der Kapitalgesellschaft (Quellensteuer) und bei Zinsen von der kuponauszahlenden Stelle einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Sie beträgt in Österreich derzeit 25%, siehe Endbesteuerung.

KGV
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn einer Aktiengesellschaft zur aktuellen Börsenbewertung steht. Es errechnet sich aus dem Kurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Bei einem niedrigen KGV gilt eine Aktie als günstig, bei einem hohen KGV als ungünstig.

Kleinanlegerabschlag
Wer alleine oder gemeinsam mit anderen Rechtsträgern eine kontrollierende Beteiligung an einer Zielgesellschaft erlangt, muß ein Angebot zum Erwerb aller Beteiligungspapiere der Zielgesellschaft stellen (Pflichtangebot). Der § 26 des Übernahmegesetzes sieht nun vor, daß der Preis für eine übernommene Aktie, der an Minderheitsaktionäre bezahlt wird, jenen Preis, der an Großaktionäre bezahlt wird, um 15 Prozent unterschreiten darf. Diese Bestimmung kann aber in der Unternehmenssatzung ausgeschlossen werden (siehe Corporate Governance).

Kommunalbrief
Von eigens dazu befugten Banken (z. B. Hypothekenbanken) ausgegebene Schuldverschreibung, deren Erlös hauptsächlich zur Gewährung von Krediten an öffentlich rechtliche Körperschaften, wie z. B. Gemeinden und Gemeindeverbänden dient.

Konsortialbanken
Jene Banken, die gemeinsam ein Emmissionssyndikat bilden.

Konvertibilität
Konvertible Währungen sind solche, die uneingeschränkt gegen alle andere Währungen gehandelt werden können. Währungen, die überall frei konvertierbar sind, werden harte Währungen genannt.

Körperschaftsteuer
Die Körperschaftssteuer ist die Einkommensteuer, die Aktiengesellschaften zahlen müssen. Sie beträgt 56 Prozent und wird auf die Dividende erhoben. Um eine doppelte Besteuerung bei der Aktiengesellschaft und beim Aktionär zu vermeiden, erhält der Aktionär zusätzlich zu seiner Bardividende eine Steuergutschrift von 9/16 des Dividendenbetrags. Diese Gutschrift wird ihm quasi als Steuervorauszahlung auf seine eigene Einkommensteuer angerechnet.

Korrelation
Statistisches Maß für den Zusammenhang diverser Größen, wie z.B. Börsenkurs und Wirtschaftsentwicklung.

Kündigung
Einseitige Willenserklärung, durch die ein Rechtsverhältnis für die Zukunft aufgelöst wird. Die Möglichkeit einer Kündigung muss in den Anleihenbedingungen in Form einer Kündigungsklausel festgeschrieben sein. In dieser kann dem Emittenten und/oder dem Gläubiger das Recht eingeräumt werden, zu/ab einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festgelegten Kurs, meistens der Nennwert, zu kündigen.

Kuponbogen
Teil des Anteilscheines, der die Erträgnisscheine und den Erneuerungsschein umfaßt.

Kupon
Bezeichnung für Zinsschein bei einem festverzinslichen Wertpapier, Dividendenschein bei einer Aktie und Erträgnisschein bei einem Investmentzertifikat.

Kupontermin
Zeitpunkt, zu dem Anleihenzinsen fällig sind.

Kurs
Preis für Wertpapiere, Devisen oder börsenmäßig gehandelte Waren, der sich durch Angebot und Nachfrage bildet.

Kurs-Buchwert-Verhältnis
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis zeigt an, mit dem Wievielfachen des Buchwertes eine Aktie an der Börse gehandelt wird. Je niedriger das Kurs-Buchwert-Verhältnis, desto preiswerter ist die Aktie.

Kurs-Cash-Flow-Verhältnis
Das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis zeigt an, mit dem Wievielfachen des geschätzten zukünftigen Cash-Flows eine Aktie jetzt bewertet ist. Je niedriger das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis, desto preiswerter ist die Aktie.

Kursgewinn
Unterschied zwischen niedrigem Ankaufskurs und höherem Verkaufskurs. Gegenteil: Kursverlust

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn einer Aktiengesellschaft zur aktuellen Börsenwertung steht. Es errechnet sich aus dem Kurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Bei einem niedrigen KGV gilt eine Aktie als günstig, bei einem hohen KGV als teuer.

Kurspflege
Kurspflege ist der gezielte Zukauf eines Aktientitels, um einen befürchteten Wertverlust zu vermeiden. Das kann im Zusammenhang mit der Ausgabe neuer Aktien geschehen. Dann kauft die Konsortialbank oft Papiere auf. Auch wenn sich an einem Handelstag für wenige kleine Verkaufsaufträge einer Aktie keine Käufer finden, andererseits aber viele Aktien angeboten werden, kauft das Emissionsinstitut auf eigene Rechnung. Kurspflege wird in der Regel im Interesse der Anleger betrieben. Investmentfonds-Manager betreiben allerdings auch schon einmal Kurspflege, um rechtzeitig vor dem Jahresabschluss höhere Gewinne vorweisen zu können. Das nennt man auch "Window-Dressing".

Kursrisiko
Die Risiken, die sich durch Ereignisse auf den Wertpapiermärkten ergeben und welche die Gefahr in sich bergen, Wertpapiere unter dem Kaufkurs verkaufen zu müssen.

Kursverlust
Unterschied zwischen Ankaufskurs und niedrigerem Verkaufskurs. Gegenteil: Kursgewinn

Kurszusatz
Zusatzinformation zu den Börsekursen, die der genaueren Kennzeichnung der Marktlage dienen. Dazu zählen eB für ex Bezugsrecht, eD für ex Dividende.


L


Large Cap
Fachausdruck für große, börsennotierte Unternehmen mit Börsenkapitalisierung.

Laufzeit
Zeitraum, in dem ein Wertpapier im Umlauf und gültig ist. Bei Anleihen ist dies die Zeitspanne von der Emission bis zur Tilgung.

L-DAX, L-MDAX, L-TECDAX
Berechnung des Index bis 20:00 Uhr an der Deutschen Parkettbörse

Leerverkauf
Das ist der Verkauf von Wertpapieren, die sich noch gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden, zu dem Zweck, sie später billiger erwerben zu können und an der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis zu verdienen (Differenzgeschäft). Aus einem Leerverkauf entsteht eine sogenannte Short-Position. Für Sie als Privatanleger sind Leerverkäufe nicht problemlos möglich. Direktbanken bieten diese Art des Handels noch nicht an. Bei Ihrer Hausbank sollten Sie sich genau erkundigen, ob und wie Leerverkäufe möglich sind.

Leverage
(Englisch leverage=Hebel) Durch die Zuführung von Fremdkapital z.B. in einen Fonds soll die Rentabilität des eingesetzten Kapitals gesteigert werden.

LIBOR
(London Interbank Offered Rate) Im Interbankenhandel am Londoner Geldmarkt angewandter kurzfristiger Referenzzinssatz, zu dem eine Bank einer anderen kurzfristige Einlagen überlässt bzw. Geldmarktkredite aufnimmt.

Limitaufträge
Bei Wertpapierfonds ist kein Limit-Auftrag möglich. Fondsanteile haben einen errechneten Wert zu welchem Kauf und Verkauf Aufträge abgewickelt werden.

Limitierter Auftrag
(Limit-Order) Auftrag mit Angabe eines Preislimits. Ein limitierter Kaufauftrag muss zum Preislimit oder zu einem niedrigeren Kurs ausgeführt werden. Ein limitierter Verkaufsauftrag muss zum Preislimit oder zu einem höheren Kurs ausgeführt werden.

Liquide Mittel
Ein Fonds kann - bis zu einer bestimmten Grenze - seine Vermögenswerte in Bargeld halten. Diese Grenze liegt üblicherweise bei 50 Prozent, bei Fonds zur Wertpapierdeckung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung liegt sie bei 10 Prozent. Sie sind ein Instrument der Anlagepolitik, da es sich um eine relativ risikolose und ertragbringende Anlage handelt.

Liquidiätsrisiko
Das Risiko, zu irgendeinem Zeitpunkt über nicht genügend Liquidität zu verfügen, um damit jederzeit die erforderlichen Zahlungen (Zahlungsbereitschaft) durchführen zu können.

Liquidität
Mit Liquidität bezeichnet man die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Je liquider eine Firma ist, desto mehr finanziellen Spielraum hat sie, um kurzfristig agieren zu können (siehe auch "cash flow"). Die flüssigen Mittel sind Bargeld und Bankguthaben ohne Kündigungsfrist. Auch Aktien, Anleihen und Obligationen sind liquide, da sie jederzeit verkäuflich sind.

Liquidität der Wertpapierfonds
Wertpapierfonds können jederzeit zum Rücknahmepreis verkauft werden; die Kapitalanlagegesellschaft ist gesetzlich dazu verpflichtet. Fonds sind damit eine der liquidesten Wertpapierveranlagungen. Sie können einen Fonds damit täglich verkaufen!

Liquiditätsgrad
Ein Liquiditätsgrad von 100 Prozent gilt als das Minimum für eine krisensichere Finanzierung. Ein Liquiditätsgrad unter 90 gilt als existenzgefährdend.

Lombardsatz
Der Lombardsatz ist der Zinssatz, zu dem die Bundesbank den Banken Kredite gegen Verpfändung von Wertpapierbeständen zur Verfügung stellt. Neben dem Diskontsatz gilt der Lombardsatz als einer der wichtigsten Indikatoren für die Geldpolitik der Notenbank.

long
Postition, die durch Kauf von Finanzinstrumenten entsteht (bei Optionen die so genannte Inhaberpostition. Gegenteil: short


M

Makroökonomische Daten
Volkswirtschaftliche Daten, die Aussagekraft für die wirtschaftliche Entwicklung eines Staates besitzen (z.B. Arbeitslosenrate, Bruttoinlandsprodukt, Inflation, Arbeitsmarktdaten,...)

Malifizierung
Absenkung des ursprünglich festgesetzten Zinssatzes während der Laufzeit einer Anleihe. Gegenteil: Bonifizierung.

Mantel
Jener gedruckte Teil der Wertpapierurkunde, der das Hauptrecht verbrieft. Der Aktienmantel enthält die Firma des Ausstellers, die Nummer des Wertpapiers, den Nennbetrag, Ort und Datum der Ausstellers, faksimilierte Unterschriften des Vorstandes und des Aufsichtsratsvorsitzenden. Bei Schuldverschreibungen kommen Zinssatz, Laufzeit, faksimilierte Unterschrift des Treuhänders bzw. der Gläubigervertreter hinzu.

Marge
Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis oder zwischen Soll- und Habenzinssatz.
market perform Ist eine Bezeichnung der Analysten für eine Aktie, deren Wertentwicklung gleich mit der des Gesamtmarktes verläuft.

Market-Maker
Marktteilnehmer, der während der gesamten Börsezeit verbindliche An- und Verkaufskurse stellt. Der Market-Maker dient der Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität am Markt.

Market-Performer
(Halten, Hold oder Neutral) Analysteneinschätzung für eine Aktie, dass sie sich parallel zum (Branchen-)Index entwickeln wird.

Marktenge
Als Marktenge wird eine Situation bezeichnet, in der wenige Papiere einer Aktiengesellschaft gehandelt werden. Das erhöht für Käufer und Verkäufer die Risiken. Denn wenn die durchschnittlichen Tagesumsätze in einem bestimmten Wert niedrig sind, können größere Aufträge oft nicht an einem einzigen Börsentag untergebracht werden, und der Kurs ist durch große Aufträge leicht zu beeinflussen. Die Ursache für eine Marktenge kann sein, dass sich der überwiegende Anteil der überhaupt verfügbaren Wertpapiere in wenigen festen Händen befindet. Eine automatische Marktenge liegt aber auch vor, wenn die ausgegebene Anzahl der Wertpapiere einer Gesellschaft gering ist. Enge Märkte verlangen eine strenge Limitierung der Aufträge oder eine Verteilung auf mehrere Termine, um sich gegen plötzliche und zufällige Schwankungen abzusichern.

Marktkapitalisierung
Unter der Marktkapitalisierung versteht man den börsenmäßigen Wert eines Unternehmens. Die Berechnung erfolgt durch die Multiplikation der Anzahl der Aktien mit dem aktuellen Börsenkurs der jeweiligen Gesellschaft.
Marktkapitalisierung / EBITDA Diese Kennzahl zeigt an, mit dem Wievielfachen des operativen Gewinnes die Börse das Unternehmen aktuell bewertet.

MDAX
Die Abkürzung MDAX steht für den Midcap-Index der Deutschen Börse. Er setzt sich aus den 70 Aktienwerten zusammen, die zwar im DAX 100, nicht aber im DAX enthalten sind. Die Zusammensetzung des Index wird zweimal jährlich durch den Vorstand der Deutsche Börse AG überprüft und zusammen mit DAX und DAX 100 angepasst.

Mid Cap
Englische Bezeichnung für Unternehmen mit mittlerer Marktkapitalisierung.

Mindestreserve
Jedes Kreditinstitut ist verpflichtet, einen bestimmten Teil der Guthaben seiner Kunden nicht wieder auszuleihen, sondern als unverzinsliches Guthaben bei der Bundesbank zu hinterlegen. Diese Einlage dient der Sicherheit des Kunden als Gewährleistung, dass die Bank immer zahlungsfähig ist. Die Bundesbank bestimmt die Höhe der Mindestreserven. Dadurch kontrolliert sie die für die Kreditvergabe verfügbaren Mittel der Banken und nimmt Einfluss auf die Konjunktur.

Mischfonds
Fonds, die sowohl in Aktien, Anleihen als auch Geldmarktpapiere investieren können. Je nach Marktsituation wechseln sie zwischen den Anlageformen.

Miteigentumsanteile
verbriefen die Miteigentumsrechte an einer Vermögensmasse.

Mittelstandsanlage
Fixzinsanleihe der RLB OÖ

MOEL
Damit bezeichnet man die Mittel- und Osteuropäischen Länder.

Moneyness
Eine weitere Kennzahl, die angibt, wie weit der Optionsschein im Geld oder aus dem Geld ist. Im Unterschied zur Parität gibt die Moneyness die Werthaltigkeit des Optionsscheins als Abweichung von 1 an.
Moneyness > 1 ... im Geld
Moneyness < 1 ... aus dem Geld
Formel:
Kurs des Basiswerts dividiert durch den Basispreis (für Calls)
Basispreis dividiert durch den Kurs des Basiswerts (für Puts)

MSCI
(Morgan Stanley Capital International)-Indizes International anerkannte Aktienindizes, die ursprünglich vom US-Broker Capital International entwickelt und später vom Investmenthaus Morgan Stanley übernommen wurden. Die MSCI-Indizes werden für verschiedene Länder, Regionen, Märkte, etc. veröffentlicht.

MSCI World
Performance-Index in US-Dollar, globaler Index Länderaufteilung: Nordamerika 58 %, Europa 29 %, Pazifik 13 %

Mündelsicherheit
Besonders sichere Möglichkeit der Geldanlage, in der daher auch Mündelgeld angelegt werden darf.

 

N

Nachbörse
Nach Börsenschluss findet außerhalb, der Verantwortung der Börse noch Handel statt. Der nachbörsliche Handel wird von den sogenannten Telefonhändlern über das Computerhandelssystem Xetra abgewickelt.

Nachrangige Anleihen
Anleihen, bei denen die Ansprüche der Gläubiger im Falle des Konkurses oder Nachlaßverfahrens des Emittenten im Rang hinter die Ansprüche der Gläubiger nicht nachrangiger Forderungen zurücktreten müssen.

Namensaktie
Eine Namensaktie ist eine Aktie, die auf dem Namen des Inhabers lautet. Die Eigentumsübertragung einer Namensaktie ist nur durch ein Indossament möglich.

Namenspapiere
Bezeichnung für ein Wertpapier, das auf den Namen einer bestimmten juristischen oder natürlichen Person lautet.

NASDAQ
Die NASDAQ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) ist ein elektronisches Handelssystem an der junge, dynamische, in Wachstumsbranchen angesiedelte Unternehmen gehandelt werden.

Nasdaq Comp
(National Association of Securities Dealers for Automated Quotation) Die Nasdaq wurde gegründet um ein landesweites System zu etablieren, welches es an jedem Ort des Landes (den USA) jederzeit ermöglicht, einen aktuellen Kurs von gehandelten Aktien bzw. jedem einzelnen Aktienhandel an der New Yorker Börse zu erhalten. Da sich zunächst vor allem junge Unternehmen in diesem Computerhandelssystem erfassen ließen, fiel dem System immer mehr die Rolle als Kursprovider für Wachstumswerte zu. Inzwischen hat sich die Nasdaq als Handelsplattform für mehrere Tausend Unternehmen entwickelt, die vielfach in den Branchen Computer, Internet, Biotech und Software tätig sind. Vielfach wird der Begriff Nasdaq auch als Synonym für den Handel mit Wachstumswerten verwandt.

Nationaler Einkaufsmanagerindex
Der NAPM-Index ist einer der bekanntesten Umfrageindikatoren in den USA. Monatlich werden über 300 Einkaufsmanager der Fertigwarenindustrie über die letzte Entwicklung bezüglich Auftragslage, Beschäftigung, Lieferfristen, Einkaufspreise etc in ihren Unternehmen befragt.

Nebenwert
Papiere, die im Vergleich zu den Standardwerten an der Börse sehr wenig Umsatz machen, werden Nebenwerte genannt. Das sind zumeist kleinere Unternehmen oder solche mit nur regionaler oder sehr spezieller Branchenbedeutung.

NEMAX
Aktienindex des Frankfurter Neuen Marktes. Der NEMAX wird sowohl als Kurs- als auch als Performanceindex berechnet. Der "NEMAX ALL Share" beinhaltet alle Werte, die am Neuen Markt gehandelt werden. Der "NEMAX 50" beinhaltet die bei seinem Start 50 von der Börsenkapitalierung größten Aktienwerte am Neuen Markt. Durch Neuemissionen und Kursverluste ist dies i.M. aber nicht mehr der Fall.

Nennwert
Der auf einer Wertpapierurkunde aufgedruckte Betrag des Wertpapiers, der bei Anleihen die Forderungssumme, bei Aktien den Anteil am nominellen Grundkapital der Gesellschaft darstellt.
nennwertlose Wertpapiere Wertpapier, das nicht mit einem Nennwert oder Nominale versehen ist. Das Wertpapier verbrieft nur einzelne Anteile an einer Gesellschaft oder einer Forderung. In Österreich bei den Wertpapierfonds zu finden. Hier repräsentiert dieses nennwertlose Wertpapier einen Anteil an einem Wertpapierfonds.

Nettodividende
Wenn eine Aktiengesellschaft eine Dividende ausschüttet, ist das für Sie zunächst die Bruttodividende ohne Abzug der 25 Prozent Kapitalertragssteuer. Die Auszahlung erfolgt nach Abzug der Steuer und wird Nettodividende genannt.
Nettorendite
Rendite unter Berücksichtigung von Steuern und Spesen. Gegenteil: Bruttorendite

Neuemission
Erstmalige Ausgabe von Wertpapieren.

Neuer Markt
Der Neue Markt ist eine Börse für Wachstumsaktien. Um am Neuen Markt notiert werden zu können, müssen Unternehmen folgende Bedingungen erfüllen: Das Emissionsvolumen muss mindestens zehn Millionen Mark und der Streubesitz mindestens 15 Prozent betragen. Es dürfen ausschließlich Stammaktien emittiert werden. Das Emissionsprospekt wird nach internationalem Standard erstellt. Altaktionäre dürfen ihre Aktien frühestens zwölf Monate nach dem Börsengang verkaufen. Die Publikationen müssen in deutscher und englischer Sprache verfasst sein.

nicht fundierte Bankanleihe
Anleihe von Kreditinstituten, bei denen kein Deckungsstock gebildet wird; es haftet das Vermögen des Schuldners. Gegenteil: fundierte Bankanleihe.

Nikkei 225
Japanischer Aktienindex, der seit 1949 berechnet wird. Der Nikkei 225 besteht aus 225 japanischen Werten, seine Ermittlung erfolgt laufend.

Nominalbetrag
Der auf einer Wertpapierurkunde aufgedruckte Betrag des Wertpapiers, der bei Anleihen die Forderungssumme, bei Aktien den Anteil am nominellen Grundkapital der Gesellschaft darstellt.

Nominale
(=Nennwert) Geldbetrag, auf den ein Wertpapier lautet. Mit diesem Betrag ist der Aktionär am nominellen Grundkapital der Gesellschaft beteiligt.

Nominalzins
Zugesicherter jährlicher Zinssatz auf den Nennbetrag einer Anleihe.

Notierung
Die Notierung ist nichts anderes als der ermittelte amtliche Kurs eines Wertpapiers.

Nullkuponanleihe
(=Zerobond) Forderungspapier, bei dem es keine jährlichen Zinszahlungen gibt. Die Rendite ergibt sich aus der großen Differenz zwischen Emissions- und Tilgungskurs, bezogen auf die Laufzeit.

NYSE
Abkürzung für die New York Stock Exchange, der größten Börse der Welt. Die NYSE wird in den Nachrichten oft auch nur Wall Street genannt, da sie an der gleichnamigen Straße liegt.


O

Obligationen
Abk.: Obl.; Engl.: Debenture; siehe Anleihe

Offener Wertpapierfonds
Die Zahl der Miteigentumsanteile des Wertpapierfonds ist bei einem offenen Fonds grundsätzlich nicht begrenzt. Es erfolgt eine laufende Anteilsausgabe, wobei die Kapitalanlagegesellschaft das Recht hat, die Ausgabe der Anteile vorübergehend oder vollständig einzustellen. Damit ist die jederzeitige Rücknahmeverpflichtung einmal ausgegebener Anteile durch die Kapitalanlagegesellschaft verbunden. Die Höhe der umlaufenden Anteile ist daher variabel. Alle österreichischen Wertpapierfonds sind offene Fonds.

Omega
In der Theorie gibt der Hebel an, um wieviel mal mehr der Optionsschein steigt oder fällt, wenn der Basiswert (etwa eine Aktie) um ein Prozent steigt oder fällt. Im Gegensatz zum Hebel, der eine gleich starke absolute Kursveränderung von Optionsschein und Basiswert unterstellt, mißt Omega durch die Berücksichtigung der Kennziffer Delta die tatsächliche Hebelleistung des Optionsscheins. Insbesondere bei Optionsscheinen, die weit aus dem Geld notieren - also bei Calls deren Aktienkurs weit über dem Kurs des Basiswerts liegt - können so Fehlbewertungen, die bei einer Fokussierung auf den Hebel entstehen, vermieden werden.

Open-end-Indexzertifikate
Open-end-Indexzertifikate sind börsenotierte Wertpapiere, die dem Anleger ermöglichen direkt und "eins-zu-eins" an der Kursentwicklung von Aktienindizes zu partizipieren. Der Anleger kann somit direkt, ohne Ausgabeaufschlag und Managementgebühr, in den zugrunde liegenden Index investieren. Open-end Indexzertifikate haben zudem unbegrenzte Laufzeit und bergen somit auch kein Wiederveranlagungsrisiko.

Optionen
Das Recht, einen bestimmten Basiswert (Wertpapier, Index, Währung), zu einem fixierten Preis, innerhalb einer bestimmten Frist (american style option) bzw. zu einem bestimmten Zeitpunkt (european style option) kaufen (call) oder verkaufen (put) zu können.

Optionsanleihe
Festverzinsliches Wertpapier, das neben dem Zinskupon, der in der Regel relativ niedrig ist, noch einen Optionsschein beinhaltet. Bei Börseneinführung wird meist der Optionsschein getrennt, so dass beide in der Folge eigenständig notieren.

Optionsschein
(=Warrant) Wie Optionen verbriefen Optionsscheine das Recht, innerhalb oder am Ende eines bestimmten Zeitraumes einen bestimmten Basiswert zu einem im Vorhinein bekannten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Während jedoch Optionen streng standardisiert sind, weisen die Optionsscheine der einzelnen Anbieter unterschiedliche Merkmale auf.

Ordentliche Erträge eines Fonds
Zufließende Dividenden und Zinsen, die von österreichischen Fonds ausgeschüttet werden müssen.

Order
Eine Order ist nichts anderes als ein Börsenauftrag. Das kann ein Kauf oder Verkauf einer Aktie sein. Outperformer (Market-Outperformer oder Buy) Analyst erwartet für eine Aktie eine deutlich bessere Kursentwicklung als für den (Branchen-)Index.

Overpricing
Von Overpricing spricht man, wenn der Emissionspreis über dem ersten Börsenkurs der Aktie liegt.

Overweight
(Übergewichten) Einschätzung der Aktienexperten bezüglich des für die Zukunft erwarteten Kursverlaufes der Aktie. "Übergewichten" bedeutet dabei, das der Anteil der Aktie im Wertpapierportfolio des Anlegers größerer sein sollte, als der anderer Aktien. Die Kursentwicklung der Aktie wird daher nach Meinung der Analysten besser sein, wie die des Gesamtmarktes. Da die Kursentwicklung des gesamten Aktienmarktes nur schwer ermittelt werden kann, bezieht man sich der Einfachheit halber auf einen Aktienindex.


P

Parität und innerer Wert
Die Parität gibt an, wie weit der Optionsschein im Geld oder aus dem Geld ist. Sie berechnet sich nach der Formel (Kurs Basiswert - Basispreis) * BV für Calls, umgekehrtes Vorzeichen für Puts. (BV = Bezugsverhältnis) Wenn die Parität positiv ist, dann entspricht sie dem Gewinn, den man durch sofortige Ausübung der Option machen kann. Diesen Gewinn nennt man inneren Wert des Optionsscheins. Der Kurs des Optionsscheins ist immer höher als sein innerer Wert. Der innere Wert sinkt im Gegensatz zur Parität nie unter 0, denn ein Optionsschein kann im schlimmsten Fall wertlos verfallen ohne weitere Verpflichtungen für den Inhaber.

Parkett
Auf dem Parkett findet der Börsenhandel statt. Deshalb nennt man die Geschäfte, die an der Börse getätigt werden, auch Parketthandel. Doch wird mittlerweile auch der Handel von Computer zu Computer als Parketthandel bezeichnet.

Partizipationsschein
Beteiligungspapier von Aktiengesellschaften, die üblicherweise die Eigentumsrechte einer Aktie, mit Ausnahme des Stimmrechtes in der Hauptversammlung, verbriefen.

Penny stocks
Penny Stocks sind meist US-amerikanische oder kanadische Aktien mit sehr niedrigem Kurswert von meist weniger als einem Dollar. In der Regel handelt es sich um sehr spkulative Werte, die von wenigen Marktteilnehmern bestimmt werden.

Pensionsrückstellung
Betriebliche Leistungen zur Altersversorgung der Arbeitnehmer in Form der Bildung von Rückstellungen.

Performance
Als Performance wird die Wertentwicklung einer Aktie oder eines ganzen Wertpapierdepots bezeichnet.

Performance-Index
Ein Performance-Index berücksichtigt im Gegensatz zu einem Preisindex zusätzlich die Dividendenzahlungen der in ihm enthaltenen Unternehmen und gibt damit Auskunft über die vollständige Wertentwicklung eines Portfolios.

Pfandbrief
Forderungspapier, mit dessen Emissionserlös Hypothekarkredite finanziert werden, für die der Kreditnehmer seine Liegenschaft als Sicherstellung verpfändet. Die Ausgabe erfolgt nur über berechtigte Banken, sog. Hypothekenbanken.

Platzierung
Bei Neu-Emissionen oder der Herausgabe von jungen Aktien werden die Wertpapiere an der Börse platziert. Portfolio Der Gesamtbestand Ihrer Wertpapieranlagen wird Portfolio genannt. Dazu können Aktien ebenso zählen wie Obligationen, Anleihen, Investmentfonds, Optionsscheine usw.

Praque Stock Exchange 50
Preis-Index, spiegelt den tschechischen Aktienmarkt wider - Standardwerte

Preis- und Performancezertifikate
Bei Preis-Zertifikaten richtet sich der Kurs allein nach den Aktienkursen im Index, das heißt, Dividenden sind nicht enthalten. Dadurch können dem Anleger jährlich ein bis drei Prozent Ertrag entgehen. Bei einem Performance-Zertifikat, wie z.B. dem DAX, werden Dividenden berücksichtigt, wodurch eine höhere Performance erzielt werden kann.

Preisberechnung
siehe Ausgabepreis und Rücknahmepreis.

Preisindex
Berücksichtigt im Gegensatz zum Performance-Index keine Dividendenzahlungen der in ihm enthaltenen Unternehmen und dient vor allem als Benchmark für die zu Grunde liegende Marktentwicklung.

Price-Earnings-to-growth (PEG)
Das PEG zeigt an, ob das KGV (price-earnings) eines Unternehmens im Vergleich mit dem Wachstum (growth) des Unternehmens gerechtfertigt ist. Unternehmen mit einem PEG größer als 1 gelten als überbewertet, Unternehmen mit einem PEG kleiner als 1 als unterbewertet.

Pricing
Festsetzung des Emissionspreises. Primärmarkt Bezeichnung für den Emissionsmarkt, d.h. die erstmalige Ausgabe von Wertpapieren und deren Verkauf an Anleger.

Provision
Bei Börsengeschäften verlangt die Bank beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren für die Abwicklung Geld. Das sind in der Regel ein Prozent vom Gesamtkurswert. Dazu kommt eine MindestProvision zwischen 15,34 und 51,13 Euro, unabhängig vom Ordervolumen. Die Gesamtsumme dieser berechneten Aufwendung bezeichnet man als Provision.

Prozentnotiz
Notierung erfolgt in Prozent vom Nennwert des jeweiligen Wertpapiers. Gegenteil: Stücknotiz.

PSI 20
Kursindex, spiegelt den portugiesischen Aktienmarkt wider

PTX
Polen Traded Index, Index der attraktivsten polnischen Aktien

Publizitätspflicht
Gesellschaften, deren Aktien an der Börse gehandelt werden, unterliegen der Verpflichtung zur regelmäßigen Bekanntgabe von Informationen über die Entwicklung ihrer Geschäfte. Einige Aktiengesellschaften veröffentlichen darüber hinaus weitere kursrelevante Informationen über ihre Geschäftsentwicklung, um die Öffentlichkeit möglichst umfassend zu informieren. Unternehmen, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, können vom Handel ausgesetzt werden. Im schlimmsten Fall können sie sogar die Zulassung zum Börsenhandel verlieren.

Put
(Verkaufsoption) Ein Put verbrieft das Recht, den Basiswert innerhalb eines festgelegten Zeitraumes (Laufzeit) zu einem bestimmten Preis (Ausübungspreis) zu verkaufen. Der Put kann gekauft (Long) und verkauft (Short) werden. Rating Bewertungsskala für die Beurteilung der Bonität von Emittenten. Das Rating wird von Ratingagenturen aufgestellt, wobei insbesondere das Bonitäts- und Länderrisiko abgeschätzt wird. Die Bewertungen und Beurteilungen sind für die Zinshöhe und damit die Fremdkapitalbeschaffungskosten der emittierenden Unternehmen von Bedeutung. So kann ein Unternehmen, welches mit AAA bewertet wird, zu günstigeren Bedingung eine Anleihe auflegen, als ein mit C bewertetes Unternehmen.


R

Ratingagenturen
Spezialisierte Unternehmen, die sich mit der Bewertung von Emittenten und der von ihnen begebenen Wertpapiere beschäftigen. Bekannte Rating Agenturen sind Standard & Poor´s und Moody´s Investors Service. RDX Der Russian Depositary Receipts Index (RDXEUR) ist der Index der liquidesten Global Depositary Receipts (GDR’s), die an der London Stock Exchange gehandelt werden. Der RDXEUR ist ein kapitalisierungsgewichteter Index, der Dividendenzahlungen nicht berücksichtigt.

Realtime-Kurs
Realtime-Kurse sind aktuelle Börsenkurse, die ohne Zeitverzögerung auf dem Bildschirm des Anlegers oder Brokers dargestellt werden. Nicht zu verwechseln mit sogenannten Neartime-Kursen. Das sind Börsenkurse, die mit einer Verzögerung von 15 Minuten an den Kunden weitergegeben werden. 99 Prozent aller im Internet und in Videotext dargestellten Kurse sind Neartime-Kurse. Der Grund dafür liegt schlicht an der Preispolitik der Börsen, die sich den Service, die Kurse zu liefern, vor allem dann teuer bezahlen lassen, wenn die Kurse ohne Verzögerung geliefert werden. Einige Banken wie Comdirect bieten Ihren Kunden mittlerweile einen Realtime-Service. Consors bietet Realtime-Kurse für den US-amerikanischen Markt an, und die Direkt Anlage Bank hat sich mit einem Makler und einigen Optionsscheinhäusern zusammengetan, die den sogenannten Sekundenhandel ermöglichen: Das bedeutet die sekundengenaue Abfrage eines Kurses und die Ausführung sofort nach Tastendruck. Vorteil des Sekundenhandels: die Wertpapiere sind sofort im Depot, bz.w die Gutschrift sofort auf dem Konto. Nachteil: Keine Limitmöglichkeit und keine Börsen- sondern Maklerkurse.

Rechenschaftsbericht
Die Kapitalanlagegesellschaft ist verpflichtet, jährlich für jeden ihrer Wertpapierfonds einen Rechenschaftsbericht zu erstellen, in dem die Vermögenswerte des Fonds, die Zahl der Anteile zu Beginn des Rechnungsjahres und an dessen Ende und die Veränderung des Vermögensbestandes anzugeben sind. Der Rechenschaftsbericht hat außerdem eine Ertragsrechnung und eine Vermögensaufstellung zu beinhalten. Der Rechenschaftsbericht ist dem Aufsichtsrat der Kapitalanlagegesellschaft vorzulegen und ist durch einen Abschlußprüfer, der von der Generalversammlung der Kapitalanlagegesellschaft gewählt wird, zu prüfen.

Rechtsgrundlage
für alle Fragen, die das Verhältnis Anleger - Kapitalanlagegegesellschaft - Depotbank betreffen, ist das Investmentfondsgesetz 1993, BGBl 532/1993 vom 30.7.1993, das am 1.1.1994 in Kraft getreten ist. Die Novelle trat mit 4.3.98 in Kraft.

Redenominierung
Ist das Verfahren, nach dem der Nennwert eines Wertpapieres, das ursprünglich auf eine nationale Währungseinheit eines teilnehmenden Mitgliedstaates lautete, unter Verwendung des Fixkurses auf die EURO-Einheit umgestellt wird.

Referenz-Zinssatz
repräsentativer, meist kurz- bis mittelfristiger Zinssatz, an dem sich Veränderungen anderer Zinssätze (vor allem solche für Floater) orientieren. Der international bekannte Referenz-Zinssatz ist z.B. der EURIBOR und der LIBOR.

Rendite
Wenn Sie nach Abzug aller Ihrer Nebenkosten wie Depotführung, Steuern und Provisionen auf Ihr Investment blicken, erhalten Sie einen Wert, der in der Regel von dem Kapital abweichen sollte, das Sie eingezahlt haben. Die Differenz zwischen den beiden Zahlen ist ihre Rendite.

Rentabilität
Kennzahl für den finanziellen Erfolg einer Unternehmung, der sich nach dem Verhältnis des erzielten Gewinns zum eingesetzten Kapital oder Umsatz bemißt.

Renten
Das ist eine andere Bezeichnung für Anleihen, also festverzinsliche Wertpapiere. Rentenfonds Wertpapierfonds, die hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren veranlagen.

Renten-KGV
Genau wie bei Aktien kann auch für Anleihen ein Verhältnis zwischen Kurs und Gewinn (=Rendite) errechnet werden. Dieses Renten-KGV wird hauptsächlich für Vergleiche mit dem Aktienmarkt herangezogen. Man erhält eine Aussage darüber ob Aktien im Vergleich zu Anleihen (zum Zinsniveau) über-, unter- oder fair bewertet sind.

Rentenmarkt
Markt für festverzinsliche Wertpapiere. Er stellt einen Teil des Kapitalmarktes dar.

rG
rG steht für repartiert Geld. Diese Abkürzung weist darauf hin, dass die Nachfrage für eine bestimmte Aktie größer war als das Angebot. Der Markt muss also Geld zurückweisen, nicht jeder, der diese Aktie kaufen wollte, bekommt sie auch.

Rho
Mit der Kennzahl Rho wird der Einfluß einer Zinssatzänderung (Geldmarktzins) auf den Optionsscheinpreis beschrieben. Die Bank als Verkäufer eines Call-Optionsscheins ist verpflichtet - falls in den Bedingungen vorgesehen - den Basiswert am Verfalltag zu liefern. Somit muß die Bank bei Emission des Optionsscheins den Basiswert erwerben. Das Institut hat also eine Position, die sie über die gesamte Laufzeit am Geldmarkt finanzieren muss, was Kosten verursacht. Diese Kosten werden in den Preis des Call-Optionsscheins eingerechnet. Somit wird der Call-Optionsschein billiger, falls die Geldmarktzinsen sinken und teurer, falls sie steigen. Als Emittentin von Put-Optionsscheinen muß die Bank zur Absicherung der Optionsscheinposition nun den Basiswert verkaufen, da sie sich verpflichtet, am Laufzeitende den Basiswert zum Basispreis vom Anleger zu erwerben. Die Erträge, die aus dem Verkauf des Basiswerts resultieren, wird die Bank in den Preis des Put-Optionsscheins einrechnen. Somit wird der Put-Warrant billiger, falls die Geldmarktzinsen steigen und teurer, falls die Geldmarktzinsen sinken. Die Kennzahl Rho drückt nun die Veränderung des Optionsscheinpreises aus, wenn sich der Zinssatz um 1 Prozent ändert. Die Kennzahl liegt bei einem Kaufoptionsschein immer zwischen 0 und 1, bei einem Verkaufsoptionsschein zwischen 0 und -1. Mit abnehmender Restlaufzeit verringert sich der Einfluß der Finanzierungskosten auf den Optionsscheinpreis. Als Folge davon wird das Rho somit immer kleiner.

Risikoeffizienz
Jeder Ertrag ist verbunden mit einem gewissen Risiko. Wertpapier A und Wertpapier B weisen das gleiche Risiko auf. Nur Wertpapier A liefert mehr Ertrag. Diese Wertpapier ist somit risikoeffizienter.

Risikostreuung
Grundprinzip der Anlagepolitik. Zur Verfügung stehende Mittel werden nicht nur in einer Wertpapierart eines Ausstellers angelegt, sondern im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten werden verschiedene Wertpapiere, auch solche aus anderen Ländern, angeschafft (Diversifikation). Der einzelne Anleger, insbesondere der Kleinanleger, kann durch die Anlage seines Kapitals in Wertpapierfonds das Prinzip einer möglichst breiten Risikostreuung verwirklichen.

RTX
wird von der Wiener Börse berechnet, bestehend aus russischen Aktien, die am RTS - Russian Trading System gehandelt werden, berechnet in USD

Rücknahmepreis
entspricht dem errechneten Wert (= Anteilwert) eines Wertpapierfonds, der - je nach Stückelung - auf die nächsten Euro 0,10, USD 0,10 etc. abgerundet wird.

rW
Der Kurszusatz rW (repartiert Ware) bedeutet, dass das Angebot einer bestimmten Aktie größer war als die Nachfrage. Nicht jeder, der sein Aktienpaket verkaufen wollte, ist es auch im vollen Umfang los geworden.

S

S&P 100
Preis-Index, die größten 100 Werte aus dem S&P 500

S&P 500
Preis-Index, spiegelt amerikanischen Gesamtmarkt wider

Sammelurkunde
Wertpapierurkunde, die über das Gesamtvolumen einer Emission ausgestellt ist und bei der Wertpapiersammelbank hinterlegt wird. Der Ausdruck einer Vielzahl von Wertpapierurkunden unterbleibt aus Kostengründen.

Sammelverwahrung
Wenn Sie Aktien kaufen, erhalten Sie sie in der Regel nicht ausgehändigt. Stattdessen verwaltet Ihre Depotbank Ihre Werte rechnerisch in einem Sammelkonto. Dieses Prinzip nennt man Sammelverwahrung.

Schlussauktion
Auktion am Ende der Börsensitzung. Für unrunde, kleine Stückelungen.

Schlusskurs
Das ist der letzte Kurs, der am Ende einer Börsensitzung für eine Aktie festgestellt wird.

Schuldner
Juristische oder natürliche Person, die aufgrund eines Vertrages eine Leistung zu erbringen hat. Gegenteil: Gläubiger.

Schuldverschreibung
Sammelbegriff für festverzinsliche Wertpapiere. Im engeren Sinn ist die Schuldverschreibung die Urkunde, durch die sich der Aussteller (Schuldner) dem Gläubiger gegenüber verpflichtet, für ein erhaltenes Darlehen Zinszahlungen und Tilgungen zu leisten.

SEC
Die "Securities and Exchange Commission" (SEC) ist die US-Aufsichtsbehörde für das gesamte Wertpapiergeschäft. Die SEC legt die Zulassungsbestimmungen für den Börsenhandel fest und überwacht deren Einhaltung.

Sekundärmarkt
Markt für den Handel mit bereits umlaufenden, emittierten, Wertpapieren. Gegenteil: Primärmarkt.

SETX
Der SETX besteht aus Blue Chips, die an den Börsen der Region Südosteuropa gehandelt werden. Derzeit beinhaltet der, als handelbarer Index konzipierte SETX Aktien, die in Bukarest, Laibach, Zagreb und Sofia gelistet sind.

Sharpe Ratio
Kennzahl, hauptsächlich für Investmentfonds berechnet, die das Risiko und den Ertrag in Relation stellt. Je höher die Sharpe Ratio, desto besser das Risiko/Ertragsverhältnis (Berechnung: Performance p.a. abzüglich Risikofreier Zinssatz dividiert durch die Volatitlität.)

short
Ist ein Anleger short, so hat er eine Position verkauft, ohne sie zu besitzen. Er hat in diesem Fall eine offene Position, die durch den Kauf der Gegenposition oder den Verkauf der Short-Position wieder glattgestellt werden kann. Der Anleger erwartet, daß er die leerverkauften Papiere später zu einem günstigeren Kurs wieder zurückkaufen kann.

Small Cap
Bezeichnung für Aktien mit einer geringen Marktkapitalisierung. Diese Aktien sind häufig durch hohes Wachstumspotential, aber auch durch hohe Volatilität gekennzeichnet.

SMI
Schweizer Aktienindex, der marktbreite, an den Wertpapierbörsen zu Zürich, Genf und Basel variabel gehandelte Schweizer Aktien abbildet, und laufend während der Börsenzeit ermittelt wird. Sobald an einer der drei Börsen ein neuer Kurs für einen der Indexwerte festgestellt wird, erfolgt eine Neuberechnung des SMI. Die Auswahl der Indexwerte erfolgt anhand der Kriterien "Börsenkapitalisierung" und "frühe Verfügbarkeit der Eröffnungskurse". Auf den SMI werden zum Beispiel an der Swiss Options and Financial Futures Exchange (SOFFEX) Derivate gehandelt.

Socially Responsible Investments
Socially Responsible Investment vereint die finanziellen Ziele des Investors mit seinem Anspruch an Engagement für soziale Werte, wie soziale Gerechtigkeit, ökonomische Weiterentwicklung, Frieden oder gesunde Umwelt.

Solvabilität (kurz: Solva)
gibt die Unterlegung(-spflicht) der risikogewichteten Aktiva mit Eigenmittel an. Veranlagungen haben eine Solvabilität von 0% (Staatsanleihen) über 10 % (die meisten Pfandbriefe, fundierte Anleihen), 20 % (alle herkömmlichen Bankanleihen), 50 % (hypothek. besicherte Kredite) bis 100% (Unternehmensanleihen, Kredite ohne weitere Besicherung, Aktien, Beteiligungen). Vom so ermittelten Wert müssen zumindest 8 % (-> Solvabilitätsgrenze) mit Eigenmittel unterlegt werden. Beispiel: für einen Kredit über 100.000€ braucht man 8.000€ (zus.) Eigenmittel (8% von 100% von 100.000€), für den Kauf einer Bankanleihe im selben Volumen 1.600€ Eigenmittel (8% von 20% von 100.000€), für Staatsanleihen gar keine. Die Fondsverwaltung gibt z.B. jeden Tag die Solva eines jeden Fonds bekannt.

Spesen
Kosten, die beim Kauf oder Verkauf, bei der Verwahrung, aber auch bei anderen Transaktionen im Zusammenhang mit dem Wertpapier anfallen.

Spezialitätenfonds
Fonds, die die Anlage ihrer Mittel auf Teilmärkte konzentrieren (z.B. einzelne Länder oder Branchen).

Spin-off
Englisch für "ausgliedern"; Wenn sich ein Unternehmen von einer bestimmten Sparte trennt und diese verkauft oder eine Tochtergesellschaft gründet, nimmt es ein Spin Off vor. Oft bringt das Unternehmen eine so entstandene Tochter auch an die Börse.

Split
Bei einem Split wird die Anzahl der Wertpapiere erhöht. Diese Maßnahme verbilligt die Aktien optisch und lockt neue Käufer. Gerade in den USA sind Splits sehr beliebt. Denn da fast jeder US-Bürger Aktien besitzt, achten die Gesellschaften sehr darauf, ihre Papiere nicht zu teuer werden zu lassen. Ein 2:1-Split funktioniert zum Beipiel so, dass eine Aktie, die bislang 50 Euro kostete, neu aufgeteilt wird in zwei Aktien, die nur noch 25 Euro kosten. Aktienbesitzer halten nach dem Split doppelt so viele Aktien zu halbem Kurswert, für Kaufinteressenten hat sich die Aktie jedoch verbilligt.

Spread
Kursunterschied zwischen Geldkurs und Briefkurs.

Spread homogenisiert
Absoluter Spread dividiert durch das Bezugsverhältnis.

Spread in % des Briefkurses
Wird berechnet um die Spreads verschiedener Optionsscheine leichter vergleichbar zu machen.

Spread-Move
homogenisierter Spread/Delta Um diesen Wert muss der Basiswert steigen bzw. fallen, damit der Call bzw. Put vom heutigen Bid- auf den heutigen Ask-Kurs steigt. Dabei wird angenommen, dass sich der Kurs des Optionsscheins entsprechend dem Delta verhält.

Squeeze Out
Beschreibt die Möglichkeit, einen sehr kleinen Rest von Aktionären mittels einer Barabfindung aus der Gesellschaft herauszudrängen.

Stammaktie
Stammaktien gewähren dem Besitzer sämtliche Rechte, die einem Aktionär zustehen. Das sind vorallem Vermögensrechte und Mitspracherechte.

Stimmrecht
Recht des Aktionärs, in der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft für oder gegen gestellte Anträge zu stimmen. Eine Aktie verbrieft üblicherweise ein Stimmrecht.

Stock Options
Recht, eine bestimmte Anzahl von Aktien zu einem bestimmten Kurs innerhalb einer bestimmten Zeit erwerben zu können

Stop Market Order
Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß sie, sobald das vorgegebene Preislimit (Stop Limit) erreicht ist, automatisch als Bestensaufrag in das Auftragsbuch gestellt wird.

Stop Order
Stop-loss Order sind limitierte Verkaufsorder. Sie werden automatisch bei Unterschreiten des angegebenen Wertes ausgeführt. Sie dienen zum Schutz vor größeren Verlusten und zur Gewinnabsicherung. Das Stop-loss wird ca 10-20% unter dem Kaufpreis gesetzt. Bei steigenden Kursen sollte er nach oben korrigiert werden (Stop-loss und Stop-buy können je nach Broker mit Kosten verbunden sein).

Stop-Loss Marke
Ein Limitzusatz für Wertpapieraufträge, der zur Kursabsicherung dient.

Straddle
Kombinierte Optionsstrategie, die durch gleichzeitigen Kauf (=Long Straddle) oder Verkauf (=Short Straddle) eines Call und eines Put mit gleichen Ausübungspreisen und Laufzeiten gebildet wird.

Streubesitz
Die Aktien eines Unternehmens, die an der Börse frei gehandelt werden, sich also nicht im Besitz von Banken oder Teilhabern befinden, werden "Streubesitz" genannt. Je geringer der Streubesitz an einer Aktiengesellschaft, desto enger deshalb auch der Markt für die entsprechenden Papiere und umgekehrt (vgl. Marktenge).

strong buy
Ist eine Bezeichnung der Analysten für eine Aktie die unbedingt zum Kauf empfohlen wird.

Stückelung
Nennwert, zu dem Wertpapierurkunden ausgedruckt bzw. verfügbar sind.

Stücknotiz
Auch als Stücknotierung bezeichnet. Der Börsenkurs wird in absolutem Geldbetrag je Stück angegeben.

Stufenzinsanlage
Fixzinsanleihe der RLB OÖ mit ansteigenden Nominalzinsen

Stützungskäufe
Wenn eine Aktie unter Druck gerät, kann es vorkommen, dass ein institutioneller Anleger - zum Beispiel die Emissionsbank, die die Aktie betreut - große Aktienpakete zur Stabilisierung des Kurses einkauft.

Swap
Als SWAP bezeichnet man den Austausch von Zinsen unterschiedlicher Fristigkeiten (z.B..: Geldmarktzinsen gegen langfristige Zinssätze). Das Ziel des Zins-SWAPS ist vor allem die Ausschaltung des Risikos sich verändernder Zinsen. Ein großer Vorteil dabei ist, daß das betroffene Kapital (z.B..: Emissionsvolumen einer fixverzinsten Anleihe) nicht bewegt werden muß; es fließen nur die Zinsbeträge. Die Euro-Swap Zinssätze werden für jede Laufzeit am Markt gehandelt.

T

Tageskurs
Dies ist der Preis eines Wertpapiers an einem bestimmten Tag. Beim fortlaufenden Handel wird in der Regel der letzte Handelskurs als Tageskurs herangezogen.

Talon
Erneuerungsschein am Kuponbogen, der zum Bezug eines neuen Kuponbogens berechtigt.

TECDAX
Performance-Index, spiegelt technologielastige Werte wider

Technische Reaktion
Keine Aktie steigt ständig oder verliert unentwegt an Wert. Die Kurse schwanken. Selbst wenn sich eine Aktie im Steigflug befindet, sinkt der Wert immer mal wieder. Das sind, sofern diese Verluste nicht den Trend brechen, in der Regel technische Reaktionen. Sie begründen sich aus der Psychologie des Marktes, dessen Teilnehmer die Börsencharts analysieren und bei Erreichen von erkannten Widerstandslinien Gewinne realisieren.

Termingeschäfte
Transaktionen, bei denen die Lieferung bzw. Abnahme und Bezahlung der gehandelten Werte nicht zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses erfolgen, sondern zu einem späteren, fixierten Termin.

Theoretischer Wert
Das ist der nach diesem Modell berechnete Preis eines Optionsscheins als mathematische Funktion von den Stammdaten und Kursdaten sowie z. B. dem Zinssatz für risikolose Kapitalanlagen, den Sie dafür am Optionsscheinrechner eingeben können.

Thesaurierung
Thesaurierende Fonds schütten ihre Erträge nicht aus, sondern reinvestieren sie in Wertpapiere.

Theta
Optionsscheine unterliegen einem Zeitwertverlust. Mit der Kennzahl Theta wird der Einfluss der Änderung der Restlaufzeit auf den Optionsscheinpreis beschrieben. Sie drückt somit die Veränderung des Optionsscheinpreises aus, wenn sich die Restlaufzeit um einen Tag ändert. Angegeben wird das Theta, das immer ein negatives Vorzeichen hat, entweder als tägliche oder wöchentliche Kennzahl. Ein kleines Beispiel dient dazu, die Wirkung des Thetas zu verstehen. Die Aktie der fiktiven Auto AG notiert bei 54,70 Euro. Ein Call mit einem Basispreis von 60 Euro, einer Restlaufzeit von 400 Tagen und einem Bezugsverhältnis von 1 zu 10 kostet 54 Cent. Das tägliche Theta dieses Optionsscheins liegt bei -0,00135 Euro und das wöchentliche Theta bei -0,00945 Euro. Das heißt: Der Optionsschein verliert jeden Tag, an dem sich der Preis des Basiswertes, die Volatilität und die Zinsen nicht ändern, 0,00135 Euro. Bei Optionsscheinen, die „tief im Geld“ liegen, ist das Theta gering. Der Grund: Diese Optionsscheine weisen einen hohen inneren Wert auf, die Zeitwertkomponente ist gering. Wie bei Optionsscheinen, die „aus dem Geld“ notieren, nimmt der Zeitwert hier eher linear ab. Am höchsten ist das Theta bei Optionsscheinen, die „am Geld“ notieren. Hier ist der Zeitwertverfall enorm, besonders gegen Laufzeitende. Daher gilt für diese Scheine folgende Faustregel: Die Laufzeit des ausgewählten Optionsscheins sollte um drei Monate länger gewählt werden als die Zeitspanne, in der der Anleger eine Kursbewegung im Basiswert erwartet.

Tilgung
Übliche Form der Rückzahlung festverzinslicher Wertpapiere gemäß den Anleihebedingungen, die sowohl Tilgungskurs als auch Tilgungsplan enthalten müssen. Falls in den Bedingungen entsprechend vorgesehen, ist eine außerplanmäßige Tilgung durch den Emittenten möglich.

Tilgungskurs
Kurs, zu dem eine Anleihe am Ende der Laufzeit getilgt wird.

Tilgungsplan
In den Anleihebedingungen enthaltene Bestimmung über die Rückzahlung der Anleihe.

Topix 100
Preis-Index, spiegelt japanische Technologiewerte wider

total expense ratio
Verhältnis der Kosten eines Investmentfonds zum gesamten Fondsvermögen.

Trader
Bezeichnung für eine Person, die Kursschwankungen durch raschen Kauf und Verkauf auszunutzen versucht. Im angelsächsischen Raum werden Börsehändler als Trader bezeichnet.

Transaktionskosten
Beim An- und Verkauf von Wertpapieren entstehende Kosten (z.B. Bankprovision, Maklercourtage. Bei österr. Wertpapierfonds sind alle Spesen im Ausgabekostenaufschlag inkulidiert, ausgenommen Fonds, die in Fremdwährung notieren.

Transaktionskosten-Move
Dieser Wert, multipliziert mit den Ihnen durch das Investment anfallenden Spesen in Prozent des Optionsschein-Kaufpreises, ergibt die notwendige Kursänderung des Basiswerts, um diese Spesen zu verdienen, wieder unter der Annahme, dass sich der Kurs des Optionsscheins entsprechend dem Delta verhält.

Transferrisiko
Bei Geschäften mit Auslandsbezug (z.B. ausländischer Schuldner) besteht - abhängig vom jeweiligen Land -das zusätzliche Risiko, dass durch politische oder devisenrechtliche Maßnahmen eine Realisierung des Investments verhindert oder erschwert wird. Bei Fremdwährungsgeschäften können derartige Maßnahmen auch dazu führen, dass die Fremdwährung nicht mehr frei konvertierbar ist.

Treasury
Externe und interne Finanzierung zur Gewährleistung des finanziellen Gleichgewichts.

Turbozertifikate
Turbo-Zertifikate sind wie Optionsscheine mit einem Ausübungspreis (Strike) ausgestattet, der den Kapitaleinsatz reduziert und eine Hebelwirkung ermöglicht. Der Hebeleffekt und damit auch das Risiko, dass das Zertifikat ausgestoppt wird, ist umso größer je näher der aktuelle Kurs des Basiswerts (z.B.. Index, Aktie, Rohstoff) am Ausübungspreis notiert und umgekehrt.

Turnaround
Wenn ein Aktienwert nach langem Abwärtstrend und schlechten Geschäftszahlen sich aus der Krise gewirtschaftet hat und damit auch der Aktienkurs wieder steigt, nennt der Börsianer das einen Turnaround

U

über pari
Der Kurs eines Wertpapiers liegt über dem Nennwert. Gegenteil: unter pari.

Übergewichten
Einschätzung der Aktienexperten, bezüglich des Kursverlaufes dieser Aktie. Wenn die Empfehlung "übergewichten" lautet, sollten diese Aktien einen größeren Anteil am Portfolio haben als andere Aktien.

Überzeichnung
Im Zusammenhang mit Emissionen werden oft mehr Wertpapiere von den Anlegern nachgefragt als zur Verfügung stehen. Diese Situation nennt man Überzeichnung oder: "Die Aktie ist überzeichnet".

Ultimo
Der Begriff "ultimo" steht für "bis zum Ende des Monats". Wer ein Limit beim Aktienkauf setzt und als Dauer "ultimo" angibt, sorgt dafür, dass der Auftrag bis zur Ausführung, längstens aber bis zum Monatsende gültig bleibt.

Umlaufrendite
Bezeichnung für die Durchschnittsrendite einer Kapitalanlage in Relation zu einer bestimmten Restlaufzeit.

Umsatz je Aktie
Das ist der Erlös (Umsatz), der je Aktie ausgewiesen wird.

Underperformer
(Sell) Analyst erwartet für eine Aktie eine deutlich schlechtere Kursentwicklung als für den (Branchen-)Index.

Underpricing
Von Underpricing spricht man, wenn der Emissionspreis unter dem ersten Börsenkurs der Aktie liegt.

Underweight (Untergewichten)
Einschätzung der Aktienexperten bezüglich des für die Zukunft erwarteten Kursverlaufes der Aktie. ""Untergewichten"" bedeutet dabei, das der Anteil der Aktie im Wertpapierportfolio des Anlegers kleiner sein sollte, als der anderer Aktien. Die Kursentwicklung der Aktie wird daher nach Meinung der Analysten schlechter sein, wie die des Gesamtmarktes. Da die Kursentwicklung des gesamten Aktienmarktes nur schwer ermittelt werden kann, bezieht man sich der Einfachheit halber auf einen Aktienindex.

unter pari
Der Kurs eines Wertpapiers liegt unter dem Nennwert: Gegenteil: über pari.

Unterbewertung
Eine Aktie, deren Kursentwicklung im Vergleich zu anderen Aktien der gleichen Branche oder des Gesamtmarktes als zu niedrig erscheint, bezeichnet man als unterbewertet.

Unternehmensanleihen
Nicht nur der Staat und Banken können Anleihen emittieren, sondern auch Unternehmen. Dabei unterscheidet man je nach Bonität des Unternehmens zwischen High-Grade-Anleihen (Unternehmen guter Bonität, Rating von AAA bis BBB) und High-Yield-Anleihen Unternehmen schlechterer Bonität, Rating von BB und schlechter).

V

Vega
Sensitivitätsfaktor bezüglich der Volatilität des Basiswerts. Ein Vega von 0,04 bedeutet z. B., dass der homogenisierte Kurs des Optionsscheins um 0,04 steigt, wenn die Volatilität des Basiswerts um einen Prozentpunkt steigt bzw. von den anderen Marktteilnehmern höher eingeschätzt wird. Vega ist sowohl für Puts als auch Calls immer positiv.

Venture Capital
Risikokapital, Beteiligungskapital, das jungen aufstrebenden Unternehmen gewährt wird und im Gegensatz zu einem Kredit nicht von Sicherheiten, sondern von der geschätzten Ertragschance des finanzierten Unternehmens abhängt.

Verjährung
Rechtsverlust, d. h. der Berechtigte verliert sein durchsetzbares Recht, wenn er es nicht in der vom Gesetz bestimmten Zeit ausübt, d. h. die Verjährung bringt ein unbefristetes Recht zum Erlöschen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen allgemeiner (30 Jahre) und besonderer (3 Jahre) Verjährungszeit.

Verkaufsprospekt gem. § 6 InvFG
Die Kapitalanlagegesellschaft ist verpflichtet, spätestens einen Tag vor dem öffentlichen Angebot (= Auflage = Zeichnung) eines Wertpapierfonds einen Verkaufsprospekt zu veröffentlichen und in der OeKB zu hinterlegen. Dieser Verkaufsprospekt hat alle Informationen zu enthalten, die notwendig sind, damit sich ein Anleger ein umfassendes Bild über die Veranlagung machen kann. Der Verkaufsprospekt ist dem interessierten Anleger kostenfrei auszufolgen.

Verlust von Anteilscheinen
Nach dem Verlust von Anteilscheinen muss der letzte Inhaber im Aufgebotsverfahren die Kraftloserklärung der Anteilscheine beantragen. Nach Anerkennung des Verlustes erhält er die Berechtigung, neue Anteilscheine anzufordern. Durch die Depotverwahrung kann dieses Risiko vermieden werden.

Vermögensaufbau
Vorsorgemodell, Kombination aus Anlage in Wertpapieren und regelmäßigem Sparen.

Vermögensaufstellung
Auflistung der Vermögensgegenstände des Wertpapierfonds zu einem bestimmten Stichtag. Eine solche Vermögensaufstellung ist im Rechenschaftsbericht und im Halbjahresbericht der Wertpapierfonds enthalten.

Verschuldungsgrad
Der Verschuldungsgrad gibt prozentuell an, wieviel Fremdkapital auf eine Einheit Eigenkapital entfällt.

Vertragstypus
Damit bezeichnet man die für Österreich (ebenso für die BRD und die Schweiz) typische Rechtsform für Wertpapierfonds. Vertragstypus bedeutet, dass der Inhaber eines Wertpapierfondsanteiles - entsprechend seinem Anteil - Miteigentümer an den zum Fonds gehörenden Vermögenswerten ist. Der Vertragstypus ist gekennzeichnet durch eine rechtliche Trennung des Vermögens der Kapitalanlagegesellschaft (Betriebsvermögen) und des Fondsvermögens. Dies bietet dem Anleger zusätzliche Sicherheit. Er ist nicht Mitunternehmer der Kapitalanlagegesellschaft, sondern Miteigentümer am Fondsvermögen. Siehe auch Wertpapierfonds.

Verwaltungsgebühr
Für die Verwaltung der Fonds steht der Kapitalanlagegesellschaft eine Verwaltungsgebühr zu, deren Höhe in den jeweiligen Verkaufsprospekten gem. § 6 InvFG und den Fondsbestimmungen angegeben wird.

Verzinsung
Ertrag bzw. Rendite aus einem Wertpapier. Man unterscheidet zwischen Nominalverzinsung, laufender Verzinsung und Rendite (Effektivverzinsung).

ViDX
Der ViDX (Vienna Dynamic Index) beinhaltet an der Wiener Börse notierte wachstums- und technologieorientierte Werte. Die Titel im ViDX sind im amtlichen Handel oder im geregelten Freiverkehr gelistet und werden fließend gehandelt.

Volatilität
Als Volatilität wird die Intensität der Schwankung des Börsenkurses eines Wertpapiers bezeichnet. Bewegt sich der Kurs einer Aktie sehr stark nach oben und unten, hat sie eine hohe Volatilität. Volatilitätsindex Die Deutsche Börse berechnet den Volatilitätsindex VDAX®-NEW. Er gibt die wahrscheinliche Schwankungsbreite des wichtigsten deutschen Marktbarometers (DAX®) für die folgenden 30 Tage wieder.

Vorzugsaktie
Vorzugsaktien, auch "Vorzüge" genannt, werden in den Kursblättern mit einem Vz hinter dem Namen gekennzeichnet. Sie bieten ihren Inhabern die Aussicht auf eine höhere Dividende oder eine garantierte Mindestdividende. Das ist der Ausgleich dafür, dass sie ihren Inhabern keine Stimmrechte auf Hauptversammlungen geben.

W

Wachstumsaktien
Aktien mit überdurchschnittlichem Umsatz- und Gewinnwachstum. Dieses Wachstum soll sich auch in der Dynamik des Kursanstieges widerspiegeln.

Wachstumswert
Aktien, denen Börsenanalysten in absehbarer Zukunft hohe Umsatz- und Gewinnsteigerungen zutrauen, werden Wachstumswerte genannt. In den 90er Jahren zählten vor allem Firmen aus den Bereichen Computer, Software, Pharma und Gentechnik zu den meistgenannten Wachstumswerten.

Währung
Die Währung entspricht der gesetzlichen Geldordnung eines Staates und dient als Wertmesser und gesetzliches Zahlungsmittel. Der Außenwert (gegenüber dem Ausland) der Währung wird durch den Wechselkurs bestimmt, der Innen- bzw. Binnenwert wird als Kaufkraft bezeichnet.

Währungsrisiko
Risiko, das sich aus der Wertverschiebung einer Währung gegenüber einer anderen ergibt.

Wandelanleihe
Eine Wandelanleihe räumt ihrem Eigentümer das Recht ein, die Anleihe innerhalb einer festgesetzten Frist und in einem vorher festgelegten Umwandlungsverhältnis in Aktien des Unternehmens einzutauschen. Informieren Sie sich deshalb ganz genau vor dem Kauf einer Wandelanleihe, ob Sie über die Rückzahlung entscheiden können oder die Bank das Recht zum Umtausch hat. Im zweiten Fall heißt es: Finger weg! Wandelschuldverschreibung Siehe Wandelanleihe Wechselkursrisiko Risiko, das sich aus der Wertverschiebung einer Währung gegenüber einer anderen ergibt. Einfluß auf den Devisenkurs eines Landes haben fundamentale Komponenten wie die Inflationsrate des Landes, die politische Situation des entsprechenden Landes, die Zinsdifferenz zum Ausland sowie die Einschätzung der Konjunkturentwicklung. Aber auch psychologische Momente wie Vertrauenskrisen in die politische Führung des Landes können Währungen schwächen.

Wertentwicklung - Wertzuwachs
auch Performance. Die Wertentwicklung errechnet sich aus der Veränderung der Anteilwerte innerhalb einer Periode. Dazu setzt man den Preis am Ende der Periode zu dem Preis am Anfang der Periode in Beziehung, wobei die während dieses Zeitraumes ausgeschütteten Erträge berücksichtigt werden müssen. Die Wertentwicklung der Fonds wird im Internet und in den Rechenschafts- und Halbjahresberichten veröffentlicht.

Wertpapier
1. Wertpapiere im weiteren Sinn: Urkunden, in denen private Rechte verbrieft sind, deren Ausübung grundsätzlich an den Besitz der Urkunde gekoppelt sind.
2. Wertpapiere im engeren Sinn (Effekten): Urkunden, die entweder Forderungs- oder Anteilsrechte verbriefen, einen unbedingten oder bedingten Anspruch auf dauernden Ertrag gewähren und mit der Eigenschaft der Fungibilität (Vertretbarkeit) ausgestattet sind.

Wertpapieraufsichtsgesetz (WAG)
Enthält Regelungen über die Beaufsichtigung von Wertpapierdienstleistungen, definiert Wohlverhaltensregeln und bestimmt die mit der Aufsicht über den Wertpapierhandel beauftragte Behörde, die Bundeswertpapieraufsicht.

Wertpapierkennummer(WKN)
ist die eindeutige Kennnummer eines Wertpapiers. Jede Aktie in Österreich und Deutschland hat eine sechsstellige Wertpapierkennummer (WKN). Bei jedem Kauf oder Verkauf einer Aktie muss diese WKN angegeben werden. Offiziell wurde die WKN mit 22.4.2003 durch die ISIN - International Securities Identification Number - abgelöst.

Wholesale Bereich
Darunter versteht man den Großkunden- (handels-) bereich eines Unternehmens.

Widerstandslinie
Der in der Chartanalyse gebräuchliche Begriff für eine im Kurs-Chart gezogene Linie, die mehrere Hochs im Chart miteinander verbindet. Die Verlängerung der Linie in die Zukunft stellt einen sogenannten technischen Widerstand dar, den der Kurs des untersuchten Wertpapiers oder des Index überwinden muss, um weitere Kursperspektiven zu eröffnen. Scheitert der Kurs einer Aktie an einer Widerstandslinie, droht weiterer Kursrückgang bis zur Unterstützungszone - das umgekehrte Pendant zur Widerstandslinie.

Wiederanlagerabatt
auch Investmentfonds genannt, sind Sondervermögen, die von einer Kapitalanlagegesellschaft verwaltet werden. Die Kapitalanlagegesellschaft kauft bzw. verwaltet Wertpapiere, die unter dem Gesichtspunkt der Risikostreuung, der Bonität und der Rentabilität ausgewählt werden. Österreichische Wertpapierfonds sind ausschließlich nach dem Vertragstypus konzipiert.

Wirtschaftlich sinnvolle Behaltedauer
Aufgrund unterschiedlicher Zins- und Börsenzyklen eignen sich Wertpapierfonds für die längerfristige Geldanlage, wobei je nach Veranlagungstyp eine Behaltedauer ab fünf oder mehr Jahren empfohlen wird (Ausnahme: Geldmarktnahe Fonds).

Wohnbauanleihe
Steuerlich begünstigte Anleihe, mit deren Emissionserlös Wohnbauvorhaben finanziert werden.

X

Xetra
Xetra ist das computergestützte Börsenhandelssystem der Frankfurter Hauptbörse. Mit Xetra könnten Aktien vollautomatisch rund um die Uhr gehandelt werden. Das System ist darauf konzipiert, ohne Eingriff der Banken Wertpapiere auch außerhalb der offiziellen Börsenzeiten zu handeln

Z

Zeichnung
Wenn Sie Wertpapiere kaufen wollen, bevor sie offiziell an der Börse gehandelt werden, können Sie die Aktien bei den sogenannten Konsortialbanken zeichnen. Konsortialbanken sind die Banken, die das jeweilige Unternehmen an die Börse bringen. Zuweilen ist auch eine Zeichnung über andere Banken möglich, doch die Zuteilung der Stücke bei Neuemissionen erfolgt in der Regel so, dass Anleger, die über die Konsortialbanken zeichnen, bevorzugt behandelt werden. Bei kleineren Stückzahlen bleibt meist nicht viel für Anleger anderer Banken übrig.

Zeitwert
Kurs des Optionsscheins weniger seinem innerem Wert. Der Zeitwert tendiert gegen 0 mit kürzer werdender Restlaufzeit, weil die Chance auf einen günstigen Kursausschlag des Basiswerts geringer wird.

Zeitwert-Move Theta/Delta
Um diesen Betrag muss sich der Basiswert bis morgen in die erwartete Richtung bewegen, damit der Zeitwertverlust durch einen Gewinn an innerem Wert wettgemacht wird.

Zero-Bond
Nullkuponanleihe

Zertifikat
Diese Urkunde (Mantel und Bogen) verbrieft ein Miteigentumsrecht in Höhe der erworbenen Anteile am Fondsvermögen eines Wertpapierfonds.

Zuteilung
Werden bei einer Emission von den Anlegern mehr Anteile nachgefragt als angeboten, so werden die auszugebenden Aktien den Interessierten Zeichnern zugeteilt. Das geschieht entweder nach dem Zufallsprinzip oder nach einer von der Gesellschaft festgelegten Formel. Das kann im ungünstigsten Fall dazu führen, dass Sie als Zeichner leer ausgehen.

zyklischer Wert
Die Kurse einer Aktie, die den "zyklischen Werten" zugerechnet wird, bewegen sich parallel zu den Zyklen der Konjunktur. Geht es der Wirtschaft gut, steigen sie, in einer Rezession fallen sie.